Energie Cottbus: Workshops für den Kopf vor XXL-Test gegen Dynamo Dresden
Energie Cottbus: Workshops für den Kopf vor XXL-Test

Energie Cottbus bereitet sich mit ungewöhnlichen Methoden auf die Rückkehr in die 2. Bundesliga vor. Nach zwölf Jahren Abstinenz will der Verein am 9. August gegen Hannover 96 (13.30 Uhr) einen erfolgreichen Saisonstart feiern. Zuvor steht jedoch ein besonderer Härtetest an: Am Samstag trifft Cottbus im XXL-Format auf den Zweitligisten Dynamo Dresden. Gespielt wird in der Walter-Fritzsch-Akademie über zweimal 90 Minuten unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Trainer Wollitz zeigt sich unzufrieden

Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) äußerte sich kritisch zu den jüngsten Auftritten: „Bei den letzten Spielen war ich total unzufrieden. Da ging es mir nicht ums Ergebnis. Wenn bei uns die Abläufe nicht stimmen, können wir nicht erfolgreich sein.“ Nach den Niederlagen gegen den tschechischen Erstligisten FK Mladá Boleslav (2:4) und RB Salzburg (0:5) folgte eine intensive Aufarbeitung. „Wir haben nach dem Spiel sehr viele Analysen gemacht, sehr viel darüber gesprochen und das trainiert. Da haben wir gesehen, dass das alles noch verkopft ist. Gut, dass wir noch zwei Wochen haben.“

Workshops für die mentale Stärke

Im Trainingslager in Österreich standen nicht nur Taktik und Athletik auf dem Programm. In speziellen Workshops beschäftigte sich die Mannschaft mit dem Umgang mit Niederlagen und Siegen, mit Gruppendynamik und gemeinsamen Werten. Wollitz erklärte: „In den Workshops haben sich die Spieler inhaltlich engagiert. Es ging darum, worauf sie Wert legen, wie wir miteinander umgehen und wie wir uns gegenseitig wertschätzen. Da haben wir einen großen Schritt gemacht. Jetzt müssen wir uns das auch auf dem Platz zeigen.“ Auch Co-Trainer Daniel Ziebig (43) sieht die Maßnahmen positiv: „Wir versuchen, eine Mannschaft zu formen. Ganz wichtig ist, dass wir uns miteinander beschäftigen. Genau dafür haben wir die Workshops genutzt.“

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Personalsorgen vor dem XXL-Test

Ein Wermutstropfen ist die Verletzung von Fousseny Doumbia (21). Der von Eintracht Frankfurt ausgeliehene Innenverteidiger zog sich beim 3:1-Testspielsieg gegen Hertha II einen Kapselriss im Zeh zu und verpasste das Trainingslager. Er wird dem Team voraussichtlich noch einige Wochen fehlen. Wollitz bedauert den Ausfall: „Er ist fußballerisch sehr gut, mit einem unglaublichen Aufbauspiel, er ist immer auffällig, hat ein gutes Andribbeln und ist stark am Mann. Sehr schade, dass er sich gegen Hertha II verletzt hat. Wir hoffen, dass das nicht so lange dauert, und hätten gerne gesehen, ob er die Voraussetzungen hat, gegen diesen Gegner auf Zweitliga-Niveau zu spielen.“ Für alle fitten Profis dürfte es im XXL-Test gegen Dresden reichlich Einsatzminuten geben.

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