FCA: Schlotterbeck vor Comeback – neue Chance im Abwehrzentrum
FCA: Schlotterbeck vor Comeback – neue Chance

Nach monatelanger Verletzungspause steht beim FC Augsburg die Rückkehr von Keven Schlotterbeck unmittelbar bevor. Der 27-jährige Verteidiger hat seine muskulären Probleme überwunden und trainiert wieder voll mit der Mannschaft. Trainer Jess Thorup kündigte an, Schlotterbeck künftig verstärkt als Innenverteidiger einzusetzen – eine Position, die für den gebürtigen Stuttgarter neues Terrain bedeutet.

Neue Rolle für Schlotterbeck: Vom Linksverteidiger zum Innenverteidiger

Bislang war Schlotterbeck vor allem als linker Verteidiger bekannt, doch unter Thorup soll er nun im Abwehrzentrum zum Zug kommen. „Er hat in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich sehe ihn als Innenverteidiger, weil er dort seine Stärken besser ausspielen kann“, erklärte der dänische Coach auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Diese Umstellung könnte dem FCA mehr Stabilität in der Defensive verleihen, die in den vergangenen Wochen wiederholt wackelte.

Verletzungspech prägte die vergangene Saison

Für Schlotterbeck war die abgelaufene Spielzeit eine zum Vergessen. Im September 2023 zog er sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu, anschließend kämpfte er immer wieder mit Folgebeschwerden. Insgesamt kam er nur auf zwölf Pflichtspieleinsätze, davon sieben in der Bundesliga. Sein letztes Spiel absolvierte er im Februar 2024 – seitdem fiel er aus. Die lange Pause habe ihn mental stark gefordert, wie er in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ zugab: „Es war eine schwere Zeit, aber ich habe nie aufgegeben. Ich bin jetzt hungrig wie nie.“

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Thorup setzt auf Konkurrenzkampf in der Abwehr

Mit der Rückkehr Schlotterbecks wächst der Konkurrenzkampf in der FCA-Defensive. Aktuell bilden Jeffrey Gouweleeuw und Maximilian Bauer meist das Innenverteidiger-Duo, doch Thorup betonte, dass alle Spieler die Chance hätten, sich zu empfehlen. „Wir brauchen Breite im Kader, und Keven gibt uns zusätzliche Optionen. Er kann sowohl in der Dreierkette als auch in der Viererkette spielen“, so der Trainer. Diese Flexibilität könnte sich als wertvoll erweisen, denn der FCA musste in dieser Saison bereits mehrere Gegentore nach individuellen Fehlern hinnehmen.

Comeback gegen Heidenheim? Entscheidung fällt kurzfristig

Ob Schlotterbeck bereits am Samstag im schwäbischen Duell gegen Heidenheim im Kader stehen wird, ließ Thorup offen. „Er ist im Training, aber wir müssen abwarten, wie sein Körper reagiert. Wir werden kein Risiko eingehen“, sagte der Däne. Sollte es nicht reichen, könnte sein Comeback eine Woche später beim Auswärtsspiel in Bochum erfolgen. Die Fans des FCA dürften sich jedoch über jede Minute freuen, die ihr Abwehrspieler wieder auf dem Platz steht.

Bedeutung für die Saison: Stabilisierung der Defensive

Die Rückkehr Schlotterbecks kommt für den FCA zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nach zwölf Spieltagen steht die Mannschaft mit 15 Punkten im Tabellenmittelfeld, doch die Defensive ist mit 20 Gegentoren eine der schwächsten der Liga. Schlotterbeck könnte mit seiner Erfahrung und Zweikampfstärke dazu beitragen, diese Bilanz zu verbessern. Zudem bringt er als ehemaliger Kapitän der zweiten Mannschaft Führungsqualitäten mit, die in einer jungen Abwehr wichtig sind.

Insgesamt zeigt sich: Die Rückkehr von Keven Schlotterbeck ist nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch ein taktischer Baustein für Trainer Jess Thorup. Die neue Rolle als Innenverteidiger könnte ihm und dem Team neue Perspektiven eröffnen. Am Samstag könnte der erste Schritt in diese Richtung gemacht werden.

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