In weiten Teilen Hessens herrscht derzeit eine hohe Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für mehrere Landkreise die Warnstufe 4 von 5 ausgegeben. Grund ist die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen. Die Behörden rufen die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht auf.
DWD warnt vor hoher Waldbrandgefahr
Der DWD hat am Dienstag eine entsprechende Warnung herausgegeben. Betroffen sind unter anderem der Odenwald, der Spessart und Teile der Rhön. In diesen Regionen ist die Waldbodenfeuchte deutlich gesunken. Laut DWD kann schon eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein Funke eines Grillfeuers verheerende Folgen haben.
Die Waldbrandgefahr wird in fünf Stufen eingeteilt. Stufe 4 bedeutet eine hohe Gefahr. Nur die Stufe 5 (sehr hohe Gefahr) ist noch gravierender. Der DWD berechnet die Gefahr anhand von Niederschlagsmengen, Temperaturen, Windgeschwindigkeit und der Luftfeuchtigkeit.
Landkreise ergreifen Maßnahmen
Einige Landkreise haben bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. So haben etwa der Landkreis Bergstraße und der Odenwaldkreis ein generelles Grillverbot im Wald erlassen. Auch das Befahren von Waldwegen mit Fahrzeugen ist in einigen Gebieten untersagt. Die Behörden appellieren an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger.
„Die Lage ist ernst. Wir bitten alle, sich strikt an die Regeln zu halten“, sagt ein Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt. „Jeder Funke kann eine Katastrophe auslösen.“
Keine Entspannung in Sicht
Die Wetteraussichten lassen keine schnelle Entspannung erwarten. Für die kommenden Tage sind weiterhin nur vereinzelte Schauer vorhergesagt. Diese werden jedoch nicht ausreichen, um die Trockenheit auszugleichen. Erst für das Wochenende kündigen die Meteorologen eine mögliche Wetteränderung an.
Die Waldbrandgefahr ist in Hessen in diesem Jahr besonders hoch. Bereits im Juni hatte es einen größeren Waldbrand bei Darmstadt gegeben, bei dem rund 20 Hektar Wald verbrannten. Die Feuerwehr war damals mit mehr als 200 Einsatzkräften im Einsatz.
Verhaltensregeln im Wald
Die Behörden geben konkrete Verhaltensregeln aus: Kein offenes Feuer im Wald, nicht rauchen, keine Glasflaschen liegen lassen, keine heiße Asche entsorgen. Auch das Parken von Autos auf trockenem Gras sollte vermieden werden, da der Katalysator Funken schlagen kann.
Sollte es dennoch zu einem Brand kommen, ist sofort die 112 zu wählen. Wichtig ist, den Brandort so genau wie möglich zu beschreiben. Wer die Feuerwehr alarmiert, sollte auch die Zufahrtswege für die Einsatzfahrzeuge freihalten.



