Der Diebstahl der Meisterschale der Füchse Berlin war ein makabrer Scherz. Das gab der 42-jährige Angeklagte am vierten Verhandlungstag vor dem Landgericht Berlin zu Protokoll. Der Mann hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Füchse-Chef Bob Hanning erfuhr die Hintergründe vom Anwalt des Beschuldigten.
Dieb handelte aus Jux – keine Verwertungsabsicht
„Es war ein Jux. Er wusste, dass er die Schale nicht verwerten konnte, dass sie nicht verkäuflich sein wird. Deshalb hat er sie versteckt. Er hat sich gedacht, wenn er erwischt wird, dann kann er - weil dort findet sie keiner - immer noch gegen eine Reduzierung der Strafe sagen, wo sie ist”, berichtete Hanning auf Instagram. Die Trophäe wurde bei einer Inventur in einem selten genutzten Keller der Füchse-Geschäftsstelle wiedergefunden.
Mini-Kamera überführte den Serieneinbrecher
Der Angeklagte war zweimal in die Geschäftsstelle der Füchse eingebrochen. Beim zweiten Einbruch filmte ihn eine installierte Mini-Kamera, sodass er identifiziert werden konnte. Neben der Meisterschale hatte er 24.300 Euro gestohlen. Auf der Trophäe fanden sich seine Fingerabdrücke. Insgesamt legt das Gericht dem Beschuldigten 25 Einbruch-Delikte in der Zeit von 2023 bis 2026 zur Last.
Hintergrund: Diebstahl der Meisterschale
Die Meisterschale des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin war im Jahr 2025 gestohlen worden. Der Dieb hatte sie aus der Geschäftsstelle entwendet. Das Wiederauffinden in einem Kellerraum der gleichen Geschäftsstelle sorgte zunächst für Rätselraten. Nun ist klar: Der Täter versteckte die Schale dort, um sie später als Druckmittel für eine Strafminderung zu nutzen. Der Prozess gegen den 42-Jährigen dauert an. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.



