Pep Guardiola wird nicht neuer Nationaltrainer Italiens. Der frühere Coach von Manchester City lehnte das Angebot des viermaligen Weltmeisters ab, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Die Absage erfolgte aus rein persönlichen und familiären Gründen. „Danke, ich fühle mich geehrt. Aber im Moment traue ich mir das nicht zu“, zitierte die „Gazzetta dello Sport“ den Katalanen. Offiziell äußerte sich der italienische Fußballverband FIGC nicht.
Intensive Bemühungen der Verbandsspitze
Der technische Direktor Paolo Maldini und dessen Berater Leonardo hatten sich intensiv um Guardiola bemüht. Sie reisten am vergangenen Wochenende nach Barcelona, um persönlich mit dem Starcoach zu sprechen. Auch das Budget sollte für den Wunschkandidaten erhöht werden. Bis zuletzt zeigte sich die Verbandsspitze optimistisch, den früheren Bayern-Trainer verpflichten zu können. Guardiola teilte seine Entscheidung den Verantwortlichen in der Nacht mit.
Suche nach Gattuso-Nachfolger läuft
Italien muss die Nachfolge von Gennaro Gattuso regeln, der nach der verpassten WM seinen Posten räumen musste. Die Squadra Azzurra verlor im März das Finale der europäischen Playoffs gegen Bosnien-Herzegowina und verfehlte damit zum dritten Mal in Folge eine Weltmeisterschaft. „Wir stehen unter Zeitdruck“, hatte Maldini zuletzt betont.
Weitere Kandidaten im Rennen
Neben Guardiola stand auch Carlo Ancelotti auf der Wunschliste. Der Italiener steht jedoch noch beim Rekordweltmeister Brasilien unter Vertrag. In der engeren Auswahl befinden sich zudem Roberto Mancini, der Italien von 2018 bis 2023 trainierte und 2021 zum EM-Titel führte, sowie der 116-malige Nationalspieler Andrea Pirlo, der 2006 als Spieler Weltmeister wurde. Guardiola war nach zehn Jahren bei Manchester City zurückgetreten und hatte eine Auszeit angekündigt. Von 2013 bis 2016 trainierte er den FC Bayern München.



