Hansa Rostock: Wackel um Holten und Dajaku vor dem Start
Hansa Rostock: Wackel um Holten und Dajaku vor dem Start

Das 1:3 im Härtetest gegen Borussia Mönchengladbach und das 4:1 im letzten Test gegen Neustrelitz sind nur Nebenschauplätze. Die eigentliche Sorge beim FC Hansa Rostock eine Woche vor dem Drittliga-Auftakt am 9. August bei der TSG Hoffenheim II liegt in der Offensive. Gleich zwei Leistungsträger drohen auszufallen, und die Vorbereitung hat die Probleme nicht gelöst, sondern offengelegt.

Emil Holten fehlte erneut. Der dänische Mittelstürmer, in der Vorsaison mit 15 Treffern bester Schütze der Kogge, kämpft nach BILD-Informationen mit wiederkehrenden Rückenproblemen. In Watford war er schon nicht dabei, gegen Greifswald reichte es nur zu einem Kurzeinsatz. Auch gegen Gladbach und Neustrelitz stand er nicht auf dem Platz. Intern gibt es keine Alarmstimmung, Holten selbst versicherte mehrfach gegenüber BILD: „Der Saisonstart ist nicht in Gefahr.“ Trotzdem wächst die Sorge bei den Fans – verständlich, denn Holten ist als Zielspieler, Wucht-Stürmer und Torgarant kaum zu ersetzen.

Die Holten-Frage wird größer

Holten ist mehr als nur ein Name im Angriff. Mit seiner Physis und seiner Abschlussstärke ist er das Herzstück der Offensive. Die Fans erinnern sich an seine 15 Saisontore, die ihn zum wertvollsten Angreifer machten. Wenn er fehlt, fehlt dem Spiel die Durchschlagskraft in der Spitze. Die wiederkehrenden Rückenprobleme sind ein Warnsignal, auch wenn die Verantwortlichen betonen, dass der Saisonstart nicht gefährdet sei. Dennoch bleibt die Frage: Wie fit ist Holten wirklich? Und kann er sofort wieder an seine Bestleistung anknüpfen?

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Die Vorbereitung war für Holten ein einziges Auf und Ab. Während seine Teamkollegen Spielpraxis sammelten, musste er immer wieder pausieren. Das ist für einen Stürmer, der auf Rhythmus angewiesen ist, alles andere als ideal. Die Verantwortlichen hoffen, dass er bis zum Auftakt in Hoffenheim wieder voll belastbar ist, aber die Anzeichen mehren sich, dass man länger auf ihn verzichten muss.

Dajaku-Schock im Härtetest

Und dann auch noch Leon Dajaku. Der Flügelspieler, im Sommer als Königstransfer geholt, musste gegen Gladbach nach rund 30 Minuten verletzt vom Platz. Er fasste sich an den linken Hüftbeuger und verließ mit schmerzverzerrtem Gesicht das Spielfeld. Für Hansa ist das ein Schock, denn Dajaku soll in dieser Saison einer der Unterschiedsspieler werden. Seine Qualitäten – Tempo, Eins-gegen-eins, Überraschung – sind genau das, was die Kogge in engen Drittliga-Spielen braucht.

Wie schwer die Verletzung ist, bleibt offen. Die Untersuchungen laufen, und klar ist nur: Der Zeitpunkt könnte kaum schlechter sein. Dajaku hat in der Vorbereitung bereits angedeutet, welche Gefahr von ihm ausgeht. Sein Fehlen würde die Offensive deutlich schwächen, zumal Hansa in der Liga auf genau solche Impulse angewiesen ist, um die kompakten Abwehrreihen zu knacken.

Muss Brinkmann umplanen?

Trainer Daniel Brinkmann muss jetzt mehrere Szenarien durchspielen. In der Vorbereitung rückte Bernie Lennemann als Stürmer-Alternative in den Fokus. Er soll Tiefe bringen, Räume öffnen und hinter die Kette starten. Auch der österreichische Neuzugang Peter Kiedl könnte eine Option im Sturm sein. Doch so einfach ist der Ersatz nicht: Holten und Dajaku bringen individuelle Qualitäten mit, die Lennemann und Kiedl nicht in gleicher Form abrufen können.

Immerhin: Im allerletzten Test gegen die TSG Neustrelitz gewann Hansa mit 4:1. Elf Neue standen auf dem Rasen, und die Tore erzielten Andreas Voglsammer (27.), Kenan Fatkic per Elfmeter (45.), David Hummel (47.) und Peter Kiedl (90.). Das Ergebnis gibt etwas Auftrieb, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Offensive ohne Holten und Dajaku an Durchschlagskraft verloren hat. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die beiden Stars rechtzeitig fit werden – und ob Brinkmann notfalls umbauen muss.

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