Hashioka-Blitzstart: Japaner begeistert Polanski beim Debüt
Hashioka-Blitzstart: Japaner begeistert Polanski beim Debüt

Daiki Hashioka hat sich in Rekordzeit in die Herzen der Gladbach-Fans gespielt. Nur 48 Stunden nach dem Abschluss seiner Leihe stand der japanische Nationalspieler im Test gegen Hansa Rostock bereits auf dem Platz – und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Beim 3:1-Erfolg der Borussia kam der Neuzugang in der zweiten Halbzeit zum Einsatz und zeigte eine starke Leistung.

Blitzstart nach nur zwei Tagen

Erst am Donnerstag hatte Borussia Mönchengladbach die Ausleihe des Rechtsverteidigers bekannt gegeben. Der 27-Jährige wechselt für ein Jahr mit anschließender Kaufoption von Slavia Prag an den Niederrhein. Der Japaner bringt zwölf Länderspiele mit und soll die rechte Abwehrseite verstärken. Schon am Samstag, weniger als 48 Stunden später, lief er im Testspiel gegen Hansa Rostock in der zweiten Halbzeit auf und absolvierte 45 Minuten. Dabei hatte der Klub noch am Freitag mitgeteilt, dass Hashioka die Reise an die Ostsee nicht mit antreten werde.

Umso überraschender war der Einsatz in Rostock. Trainer Eugen Polanski wollte dem Neuzugang offenbar schnell Spielpraxis geben und nutzte die Partie als erste Standortbestimmung. Hashioka fügte sich nahtlos ein und zeigte, warum die Verantwortlichen bei der Verpflichtung so zuversichtlich waren. Die Partie gegen Hansa Rostock war für viele Youngster und Neuzugänge eine Möglichkeit, sich zu empfehlen.

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Polanski: „Wir sind sehr zufrieden“

Trainer Eugen Polanski (40) war nach der Partie voll des Lobes über die Leistung seines neuen Schützlings. „Wir sind froh, dass er da ist. Wir können auch mit unserem Scouting sehr zufrieden sein. Es ist das eine, wenn man einen Spieler auf Videos sieht. Daiki hat das nach nur einer Trainingseinheit hervorragend gemacht“, erklärte der Coach. Diese Aussage zeigt, wie gut die Verantwortlichen bei der Spielerauswahl gearbeitet haben.

Besonders bemerkenswert: Hashioka kam keineswegs auf seiner angestammten Position zum Einsatz. Der Japaner, der eigentlich die rechte Abwehrseite verstärken soll, spielte als rechter Innenverteidiger. Grund dafür ist die personelle Situation in der Defensive: Der etatmäßige Rechtsverteidiger Yukhym Konoplia (26) fällt mit einem Innenbandanriss im rechten Knie aus. Gegen Rostock entschied sich Polanski deshalb für eine Umstellung.

„Das war vielleicht nicht seine beste Position. Aber er hat das als Innenverteidiger sehr gut gemacht, defensiv wie offensiv. Man hat gemerkt, dass er auch sehr clever ist. Und dass er keine 21 Jahre mehr ist, sondern schon ein paar Jährchen im Profifußball dabei ist. Auch die Kommunikation hat hervorragend gepasst, das muss man schon auch sagen. Wir sind sehr zufrieden mit ihm“, so Polanski weiter. Der 40-jährige Übungsleiter hob insbesondere die Abgeklärtheit des 27-Jährigen hervor.

Vielseitigkeit als Trumpf

Hashiokas Fähigkeit, mehrere Positionen in der Abwehr auszufüllen, kommt Gladbach derzeit sehr gelegen. Durch die Verletzung von Fabio Chiarodia (21, Muskelfaserriss) und die ungewisse Zukunft von Nico Elvedi (29, Vertrag bis 2027) fehlt es in der Innenverteidigung an Alternativen. Der Japaner bietet nun eine zusätzliche Option für die Bundesliga. Gerade in der Vorbereitung, wenn sich Spieler erst finden müssen, ist solche Flexibilität Gold wert.

Gleichzeitig bleibt die rechte Außenbahn nicht unbesetzt: Mit Dillon Berko (20), der in Rostock auf der rechten Abwehrseite spielen durfte, hat Borussia ein vielversprechendes Talent aus den eigenen Reihen. Das sogenannte Fohlen-Juwel könnte in der kommenden Saison ebenfalls verstärkt zum Zug kommen. Berko nutzte die Gelegenheit und sammelte wichtige Spielpraxis.

Vertragskonstruktion mit Perspektive

Die Leihe Hashiokas ist mit einer Kaufoption ausgestattet. Das gibt beiden Seiten die Möglichkeit, sich in Ruhe kennenzulernen. Für Gladbach ist es ein vergleichsweise risikoarmes Geschäft: Der Spieler bringt internationales Format mit, kennt den europäischen Fußball aus Tschechien und Japan und ist in einem Alter, in dem er seine besten Jahre vor sich haben sollte.

Mit zwölf Länderspielen für Japan ist er zudem ein Aushängeschild im asiatischen Raum. In Rostock zeigte er sich bereits gut integriert. Die Kommunikation mit den neuen Mitspielern klappte laut Polanski „hervorragend“ – keine Selbstverständlichkeit für einen Spieler, der erst seit wenigen Tagen im Kader ist.

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Fazit: Ein gelungenes Debüt

Für Hashioka war der Auftritt in Rostock ein erster Schritt in eine möglicherweise erfolgreiche Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Die Leihgabe aus Tschechien hat gezeigt, dass sie schnell integriert werden kann – und dass sie bereit ist, dort anzupacken, wo der Trainer sie benötigt. Polanski wird die Entwicklung des Japaners mit Spannung verfolgen, schließlich soll Hashioka dafür sorgen, dass die Defensive der Fohlen stabil bleibt. Der Blitzstart gibt Anlass zur Hoffnung.