Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich in einem außergewöhnlich scharfen Instagram-Post gegen Medien und Kritiker der Weltmeisterschaft 2026 gewandt. In dem 15-seitigen Statement wirft er Journalisten vor, Hass zu verbreiten und falsche Informationen zu streuen. Der Beitrag erschien kurz nach dem Ende des Turniers, das in den USA, Kanada und Mexiko stattfand.
Infantino wirft Medien Hass und Desinformation vor
„An diejenigen, die hinter ihren Stiften und Blättern, hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr euch im Hintergrund versteckt, stehen wir bei der Fifa an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und sorgen dafür, dass die beste Show der Welt stattfindet“, schrieb Infantino. Er betonte, dass die Fifa-Mitarbeiter auf den Straßen der Gastgeberländer unterwegs seien, mit Fans sprächen und für Sicherheit sorgten. „Während ihr spaltet, vereinen wir“, fügte er hinzu. Der Post kam ohne Kommentarmöglichkeit aus und erhielt innerhalb von sechs Stunden über 16.000 Likes.
Kritik an Visa-Beschränkungen und Ticketpreisen
Hintergrund der Attacke sind anhaltende Vorwürfe während der WM. So sorgten Visa-Beschränkungen für Fans und Offizielle aus bestimmten Nationen für Unmut. Dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan wurde kurz vor Turnierbeginn die Einreise verweigert. Zudem kritisierten viele die hohen Ticketpreise und den Fall des US-Spielers Balogun, bei dem sich US-Präsident Donald Trump persönlich einschaltete, um eine Rotsperre aufheben zu lassen. Infantino wies alle Vorwürfe zurück und sprach von „100 Prozent Sicherheit, nur Freude und Glück“. Er betonte, dass es im Fußball um Einheit und nicht um Politik gehe: „Fußball ist größer als Hass und Diskriminierung.“
Infantino empfiehlt Kritikern Meditation und Fußballschauen
In seinem Post empfahl Infantino Kritikern, „zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel zu schauen“, anstatt ihre Energie mit Hass zu verschwenden. Diese Aussage wurde als direkte Reaktion auf die anhaltende negative Berichterstattung über seine Person und die WM-Organisation gewertet. Der Fifa-Präsident zeigte sich unbeirrt und bekräftigte seinen Kurs, die WM als „beste Show der Welt“ zu präsentieren, während Gegner aus dem Hintergrund agierten. Die mediale Resonanz auf den Instagram-Eintrag fiel gespalten aus: Während Unterstützer seine deutliche Sprache lobten, kritisierten Beobachter den Tonfall als unangemessen für das Amt des Fifa-Präsidenten.



