Kapitäns-Knall bei St. Pauli: Jackson Irvine wechselt nach Japan
Kapitäns-Knall: Irvine verlässt St. Pauli

Kurz vor dem Saisonstart sorgt der FC St. Pauli für den nächsten Paukenschlag: Kapitän Jackson Irvine (33) verlässt den Kiez und wechselt mit sofortiger Wirkung zu Cerezo Osaka in die japanische J. League. Damit steht fest: Neu-Trainer Marcel Rapp (47) muss beim ersten Zweitliga-Spiel am Sonntag gegen Greuther Fürth (13.30 Uhr) ohne seinen Spielführer auskommen.

Fünf Jahre am Millerntor: Eine Ära endet

Nach fünf Jahren am Millerntor endet damit ein besonderes Kapitel. Seit seinem Wechsel 2021 entwickelte sich der Australier zum absoluten Führungsspieler, übernahm die Kapitänsbinde und führte St. Pauli 2023/24 zum überraschenden Aufstieg in die Bundesliga. Mit seiner kämpferischen Spielweise und seiner klaren Kante wurde Irvine zur Identifikationsfigur für Fans und Mannschaft gleichermaßen.

Die vergangene Saison brachte jedoch den bitteren Rückschlag: Mit Irvine als Kapitän stieg der FC St. Pauli wieder aus dem Oberhaus ab. Der 33-Jährige konnte den Abstieg nicht verhindern, auch wenn er persönlich starke Leistungen zeigte. Nun verlässt der Mittelfeldmann den Verein – und hinterlässt eine große Lücke im Kader und in der Kabine.

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Ein Abgang mit Ansage? Die Hintergründe

Der Zeitpunkt des Wechsels überrascht: Ausgerechnet wenige Tage vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga zieht es Irvine nach Osaka. Cerezo Osaka, aktuell in der J. League aktiv, sichert sich die Dienste des erfahrenen Mittelfeldspielers. Offizielle Angaben zur Ablösesumme oder Vertragslaufzeit machte der Verein zunächst nicht. Klar ist nur: Rapp muss kurzfristig umplanen und eine Lösung für die Kapitänsfrage finden.

Für Irvine selbst ist der Wechsel eine neue Herausforderung nach fünf intensiven Jahren in Hamburg. Der Australier erfüllte sich während seiner Zeit am Millerntor auch den Traum von der WM-Bühne: Er lief für die Socceroos bei der Weltmeisterschaft auf und vertrat sein Land auf der größten Fußball-Bühne der Welt. Mit seiner Mentalität und seiner Präsenz prägte er nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine ganze Generation von St.-Pauli-Spielern.

Was bedeutet das für St. Pauli?

Der Verlust des Kapitäns wiegt schwer. Irvine stand für Einsatz, Mentalität und klare Kante – Eigenschaften, die den Kiez-Klub seit jeher auszeichnen. In der 2. Bundesliga wird St. Pauli nun ohne seinen Anführer starten. Die Verantwortlichen um Trainer Rapp müssen schnell reagieren, um die Lücke zu schließen. Ob ein neuer Kapitän benannt wird oder die Mannschaft kollektiv mehr Verantwortung übernimmt, bleibt abzuwarten.

Fest steht: St. Pauli startet die neue Saison ohne seinen großen Führungsspieler. Irvine beginnt derweil sein Abenteuer in Osaka – mit neuen Zielen, neuen Herausforderungen und einer neuen Kultur. Die Fans am Millerntor werden ihn als eine der prägendsten Figuren der letzten Jahre in Erinnerung behalten.

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