Klose drängt auf neuen Linksverteidiger für den Club
Klose drängt auf neuen Linksverteidiger für den Club

Seit dem Abgang von Berkay Yilmaz (21) zurück zum SC Freiburg sucht der 1. FC Nürnberg händeringend nach einem neuen Linksverteidiger. Trainer Miroslav Klose (48) macht deutlich, dass die Situation auf dieser Position kritisch ist: Nachdem in der Vorsaison noch drei Optionen zur Verfügung standen (Yilmaz, Danilo Soares und Eigengewächs Eric Porstner), ist nun nur noch der 19-jährige Porstner übrig. Der Club-Youngster ist aktuell gesetzt, doch Klose warnt vor den Folgen eines möglichen Ausfalls.

Kein Backup für Porstner: Klose fordert Verstärkung

„Eric macht es ordentlich. Ich möchte, dass er die Linie rauf und runter rennt, und das kann er. Defensiv geht bei Zweikämpfen bei ihm sicher noch mehr“, sagt Klose über den gebürtigen Nürnberger. Dennoch ist Porstner – auch mangels Alternativen – in der Startelf gesetzt. Das zeigte sich auch im vorletzten Testspiel gegen Palermo (2:2). Klose nachdenklich: „Stand jetzt ist für ihn kein Backup da. Insofern müssten wir bei einem Ausfall von Porstner improvisieren und vielleicht einen Rechtsfuß dort hinstellen. Und wenn jemand auf dieser Position verpflichtet wird, was natürlich unser Wunsch und Ziel ist, muss er ja auch erst in die Gruppe und das Training integriert werden.“

Umso wichtiger ist es, dass FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) zeitnah einen neuen Linksverteidiger verpflichten kann. Nach monatelanger Suche sollen die Gespräche in die entscheidende Phase gegangen sein. Der FCN-Boss: „Wir wollen auch weiterhin schauen, was auf dem Markt ist. Es ist eben keine leichte Position. Wir sind aber gerade in guten Gesprächen mit zwei Spielern. Was daraus wird, liegt natürlich immer auch an den Kollegen auf der anderen Seite.“

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Hoffnungsträger aus der U23: Tobias Heß überzeugt Klose

Während die Verhandlungen laufen, hat Klose einen talentierten Nachwuchsspieler aus der U23 mit nach Südtirol ins Trainingslager genommen: Tobias Heß (20). Der gebürtige Oberpfälzer kann sowohl rechts als auch links in der Verteidigung spielen und hat den Trainer in den Trainingseinheiten überzeugt. „Tobias macht es sehr gut, er kann ja rechts wie links spielen. Die Einheiten, die er hier bei uns gemacht hat, die Intensität, die Lauffreudigkeit, das Timing, das gefällt mir alles gut. Sein letzter Ball ist präzise und leicht für den Abschluss. Du musst bei seinen Bällen nur noch den Fuß hinhalten“, schwärmt Klose.

Heß kam auch im Test gegen Palermo in den letzten 30 Minuten zum Einsatz und hinterließ einen guten Eindruck. Klose betont jedoch, dass der 20-Jährige nach einer möglichen Verpflichtung eines neuen Linksverteidigers voraussichtlich wieder zur U23 zurückkehren wird. „Tobi ist ein ganz, ganz spannender Junge. Deswegen ist er ja bei uns. Wir haben ihn schon länger im Auge, aber immer, wenn ich das mit meinem Namen sage, wird aus einem jungen Spieler ja gleich ein Stammspieler gemacht“, so Klose mit einem Augenzwinkern, um den Druck von Heß zu nehmen.

Fazit: Zeitdruck vor Saisonstart

Der 1. FC Nürnberg steht unter Zugzwang, die Lücke auf der linken Abwehrseite schnell zu schließen. Mit nur einem spezialisierten Linksverteidiger im Kader und der Gefahr von Verletzungen oder Formschwankungen ist die Situation angespannt. Chatzialexiou arbeitet an einer Lösung, doch die Zeit drängt: Die neue Saison in der 2. Bundesliga beginnt in wenigen Wochen. Ob ein Neuzugang rechtzeitig integriert werden kann oder ob Klose zunächst auf die Improvisation mit einem Rechtsfuß oder auf Tobias Heß setzen muss, bleibt abzuwarten.

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