Per Mertesacker wird DFB-Geschäftsführer
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Per Mertesacker zum neuen Geschäftsführer ernannt. Der 39-jährige frühere Weltmeister tritt das Amt zum 1. Januar 2027 an. Bis dahin bleibt der bisherige Geschäftsführer Andreas Rettig im Amt, wie der DFB am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden nach der offiziellen Bestätigung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer.
Mertesackers Karriere und neue Aufgabe
Per Mertesacker, der 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurde, bringt umfangreiche Erfahrung aus seiner aktiven Zeit und seiner anschließenden Tätigkeit als Nachwuchskoordinator beim FC Arsenal mit. Seit 2019 ist er als Leiter der Nachwuchsakademie des DFB tätig. In seiner neuen Rolle soll er die strategische Ausrichtung des Verbands vorantreiben und die Professionalisierung der Abläufe weiter vorantreiben.
„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte meine Erfahrungen aus dem Profifußball und der Nachwuchsarbeit einbringen“, sagte Mertesacker. DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte: „Per Mertesacker steht für Kontinuität und Kompetenz. Er kennt den Verband und seine Strukturen aus eigener Anschauung und wird die Entwicklung des DFB entscheidend prägen.“
Übergangsphase und Zusammenarbeit mit Rettig
Andreas Rettig, der den Geschäftsführerposten seit 2019 innehat, wird bis zum Jahreswechsel 2026/27 im Amt bleiben und einen geordneten Übergang gewährleisten. Rettig hatte zuvor angekündigt, seinen Vertrag nicht über 2026 hinaus verlängern zu wollen. Der DFB sichert so eine nahtlose Führungskontinuität.
Die Personalie Mertesacker ist Teil einer Reihe von Veränderungen an der Spitze des DFB. Erst am Dienstag hatte der Verband die Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer bekannt gegeben, der ab 2025 das Amt von Hansi Flick übernehmen soll. Die zeitgleichen Entscheidungen sollen die sportliche und administrative Führung des DFB für die kommenden Jahre stärken.
Reaktionen und Ausblick
Die Ernennung Mertesackers stößt in Fußballkreisen auf positive Resonanz. Experten loben seine Fachkenntnis und seine Fähigkeit, Talente zu fördern. „Per Mertesacker ist ein Glücksgriff für den DFB. Er verbindet internationale Erfahrung mit einem klaren Blick für die Bedürfnisse des deutschen Fußballs“, kommentierte der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus.
Der DFB steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen, darunter die EM 2024 im eigenen Land und die WM 2026. Mit Mertesacker an der Spitze der Geschäftsführung will der Verband die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.



