Polzin: Dompés HSV-Aus ist knallhartes Urteil
Polzin: Dompés HSV-Aus ist knallhartes Urteil

Der Hamburger SV hat die Trennung von Jean-Luc Dompé eingeleitet. Der Offensivspieler, der maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte, wurde nicht ins Trainingslager nach Herzogenaurach mitgenommen. Trainer Merlin Polzin begründet diesen Schritt mit einer veränderten Beziehung und fällt ein deutliches Urteil.

Kein Platz für Dompé im HSV-Kader

Jean-Luc Dompé, einst Fan-Liebling und Aufstiegsheld, hat beim HSV keine Zukunft mehr. Das wurde spätestens mit der Entscheidung klar, ihn nicht in das Trainingslager im fränkischen Herzogenaurach zu schicken. Der 29-Jährige muss sich nun nach einem neuen Verein umsehen, während der HSV seine Kaderplanung ohne ihn vorantreibt.

Trainer Merlin Polzin äußerte sich gegenüber BILDplus ungewöhnlich deutlich zu dem Fall. „Die Beziehung hat sich verändert“, wird Polzin zitiert. Diese Worte lassen keinen Interpretationsspielraum: Der HSV setzt nicht mehr auf die Dienste des Flügelstürmers, der in der Aufstiegssaison zu den Leistungsträgern gehörte.

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Polzin: Emotionen und klare Kante

Besonders bemerkenswert ist, wie offen Polzin seine Emotionen in diesem Zusammenhang beschreibt. Der Chef-Coach zeigt Verständnis für die Situation, bleibt aber in der Bewertung knallhart. „Es ist eine Entscheidung, die wir treffen mussten“, wird Polzin weiter zitiert. Damit stellt er klar, dass sportliche Aspekte und die Mannschaftsharmonie über persönlichen Sympathien stehen.

Die Nichtberücksichtigung Dompés ist auch ein Signal an den gesamten Kader: Leistung und Einstellung sind beim HSV die Maßstäbe, nicht vergangene Verdienste. Dompé, der 2022 vom SC Paderborn kam, absolvierte für den HSV insgesamt 74 Pflichtspiele, erzielte dabei elf Tore und bereitete zwölf Treffer vor. In der Saison 2024/25 war er mit fünf Toren und sechs Vorlagen maßgeblich am Aufstieg beteiligt.

Auswirkungen auf die Kaderplanung

Mit dem Abschied von Dompé verliert der HSV einen schnellen und trickreichen Offensivspieler, der in der 2. Bundesliga oft für Gefahr sorgte. Die sportliche Leitung um Polzin und Sportdirektor Claus Costa sieht jedoch offenbar keine Notwendigkeit, den Kader an dieser Stelle zu verstärken. Vielmehr setzt man auf die vorhandenen Alternativen und die Integration von Talenten aus dem eigenen Nachwuchs.

Für Dompé beginnt nun die Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Sein Vertrag beim HSV läuft noch bis 2027, doch ein Verbleib scheint ausgeschlossen. Interessenten aus der 2. Bundesliga und aus dem Ausland könnten sich melden. Der HSV wiederum kann durch einen möglichen Transfer noch Einnahmen generieren, die in andere Positionen investiert werden könnten.

Ein klares Signal an die Mannschaft

Die Entscheidung, Dompé nicht mit ins Trainingslager zu nehmen, ist auch ein psychologisches Signal. Polzin zeigt, dass er bereit ist, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, um die Mannschaft weiterzuentwickeln. „Wir müssen den Weg gehen, der für die Mannschaft am besten ist“, wird der Trainer zitiert. Diese Haltung dürfte bei den verbliebenen Spielern auf Respekt stoßen.

Die Fans des HSV werden die Entwicklung mit gemischten Gefühlen verfolgen. Dompé war in der Aufstiegssaison ein Publikumsliebling, seine Tore und Vorlagen werden in Erinnerung bleiben. Doch im Profifußball zählt oft nur die Gegenwart. Der HSV blickt nach vorne – und ohne Dompé.

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