Preußen-Präsident Pander: „Wir haben einen spannenden Kader“
Preußen-Präsident Pander: „Spannender Kader“

Preußen-Präsident Christian Pander (42) hat am Mittwoch das Trainingslager des Drittligisten in Ankum besucht. Begleitet von Mitgliedern des Aufsichtsrats nutzte er die Gelegenheit für ein Sponsoren-Treffen und um sich persönlich ein Bild von der Vorbereitung zu machen. Dreieinhalb Wochen vor dem offiziellen Saisonstart in Wehen Wiesbaden (7.8./8.8.) zeigte sich der erfahrene Ex-Profi (2 A-Länderspiele, 141 Bundesliga-Einsätze für Schalke und Hannover) sehr zuversichtlich.

Positive Bilanz nach dem Umbruch

Auf die Frage nach dem Grund für seine Zuversicht antwortete Pander: „Weil ich finde, dass wir den großen Umbruch nach unserem Zweitliga-Abstieg genutzt haben, um einen spannenden Kader zusammenzustellen.“ Kritik, dass bei den Verpflichtungen nicht in die oberen Regale gegriffen wurde, konterte er: „Richtig! Wir haben überwiegend Jungs geholt, die viel Talent besitzen und für ihren Job und Münster brennen. Gemeinsam mit den verbliebenen Leistungsträgern wie etwa Rico Preißinger, Joshua Mees, Marvin Schulz oder Niko Koulis, um nur einige zu nennen, sorgen sie für eine prima Mischung in der Mannschaft.“

Vergleich mit Absteiger Fortuna Düsseldorf

Im Gegensatz zu Preußen setzte Mitabsteiger Fortuna Düsseldorf unter Ex-Trainer Alex Ende auf erfahrene Neuzugänge wie Fabian Schleusener (vom KSC) oder Dominique Heinz (Köln). Pander bewertete dies zurückhaltend: „Gar nicht! Wir schauen auf uns, sind von unserem Weg überzeugt. Finanziell stehen wir zwar besser da als vor zwei Jahren in der 3. Liga. Trotzdem liegen wir im Ranking sicherlich nicht ganz vorn. Auch darauf müssen wir achten. Ich bin jedenfalls mit dem aktuellen Stand der Dinge – und unseren bisherigen acht Neuzugängen – sehr zufrieden.“

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Vertrauen in Trainer Thomas Wörle

Im vergangenen Sommer war Alexander Ende mit viel Vorschusslorbeeren als Trainer gekommen, scheiterte jedoch klar. Auf die Frage, warum Nachfolger Thomas Wörle es besser machen könne, erklärte Pander: „Erst einmal möchte ich betonen, dass sowohl Alex Ende als auch Thomas Wörle zwei grundsympathische Typen sind, die gut zu Münster passten bzw. passen. Mir hat gefallen, wie sehr Alex von seiner Spielidee überzeugt war. Schade nur, dass sie letztlich nicht wie gewünscht gegriffen hat. Wer Letzter wird, kann nicht alles richtig gemacht haben. Thomas hat auch seine klaren Vorstellungen, ist aber womöglich in seiner Art etwas flexibler. Wir sind froh und glücklich, dass er sich für uns entschieden hat.“

Saisonziele und Stadionumbau

Während Düsseldorf mit dem klaren Ziel Zweitliga-Rückkehr in die Saison geht, bleibt Preußen realistisch. Pander: „Sollten auch unsere Fans vom Wiederaufstieg träumen, ist das erlaubt und ihr gutes Recht. Doch wir im Verein bleiben ganz realistisch und wollen uns – gerade nach diesem umfangreichen Neuanfang – erst einmal in der Liga konsolidieren. Und die Weiterentwicklung unserer vielen jungen Spieler vorantreiben, damit wir im Jahr danach, wenn auch der Stadion-Umbau abgeschlossen ist, bestenfalls wieder oben angreifen können.“

Suche nach einem Torjäger

Auf die Frage nach einem fehlenden Torjäger antwortete Pander schmunzelnd: „Das ist doch die leichteste Aufgabe. Aber mal im Ernst: Einen Stürmer, der Bälle behaupten, sich durchsetzen und Tore schießen kann, suchen doch alle. Vielleicht tut sich ja nach der Weltmeisterschaft, wenn der Transfermarkt so richtig ins Rollen gekommen ist, irgendwo eine Tür für uns auf. Durchaus auch in den oberen Ligen. Solange aber brauchen wir vor allem Geduld.“

Spielplan der ersten beiden Spieltage

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die ersten beiden Spieltage der neuen Drittliga-Saison 2026/2027 exakt terminiert. Das Team von Chefcoach Thomas Wörle muss gleich zweimal am Samstag ran. Zum Auftakt geht es am 8. August nach Wehen Wiesbaden, bevor genau eine Woche später das erste Heimspiel gegen den FC Ingolstadt steigt. Beide Partien werden um 14 Uhr angepfiffen.

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