Regionalliga Nordost: Jagatic erwartet brutales Elefantenrennen um Platz 1
Regionalliga Nordost: Jagatic erwartet Elefantenrennen

Miroslav Jagatic (50), bis Dezember 2024 Trainer der BSG Chemie Leipzig, sieht in der kommenden Saison der Regionalliga Nordost ein „Elefantenrennen“ mehrerer Klubs um den direkten Aufstiegsplatz. Der Inhaber der Pro-Lizenz, derzeit ohne Trainerjob, verfolgt die Liga intensiv. „Wenn man sich die Mannschaften anschaut und die Investitionen, die aufgrund des direkten Aufstiegsplatzes getätigt wurden, bin ich der Meinung, dass es diesmal ein Elefantenrennen von mehreren Klubs geben wird“, sagt Jagatic.

Direkter Aufstieg lockt Top-Klubs

Nachdem Lok Leipzig in den letzten beiden Jahren als Meister in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gescheitert war, steigt der Nordost-Meister in der neuen Saison direkt auf. Dies hat zahlreiche Vereine zu verstärkten Investitionen bewogen. Jagatic zählt die Anwärter auf: „Da gibt es nicht nur Erzgebirge Aue. Da gibt es Jena, da gibt es Lok, da gibt es Halle, da gibt es Altglienicke, die sich wahnsinnig verstärkt haben. Und ich sehe auch Chemnitz mit vorn dabei.“

Im Schatten dieser Favoriten sieht Jagatic Zwickau und Erfurt sowie eine mögliche Überraschungsmannschaft: „Das kann in meinen Augen Babelsberg werden. Da ist eine gute Spielidee und auch eine gute Fanbase dahinter.“

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„Jeder Ausrutscher wird bestraft“

Auf einen konkreten Meister möchte sich Jagatic nicht festlegen, betont aber: „Wille schlägt Talent.“ Er erwartet eine Saison mit hoher Intensität: „Zu Beginn hat jeder Klub eine brutale Euphorie, weil jeder ein Ziel vor Augen hat. Richtung Herbst/Winter trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Dann wird es wichtig sein, Erfahrung zu haben, um sich den externen Einflüssen anzupassen.“

„Das Wetter ändert sich und damit auch die Platzverhältnisse. Darauf muss man die Spielweise einstellen. Da geht es nur knallhart um Punkte und dreckige Siege. Die Qualität ist in diesem Jahr so groß, dass jeder Ausrutscher bestraft wird. Und das kann die Meisterschaft kosten, wenn am Ende diese zwei oder drei Punkte fehlen. Du musst deiner Idee vertrauen, musst dich aber anpassen können.“

Wer steigt ab? Jagatic sieht Aufsteiger in Gefahr

Durch den direkten Aufsteiger und die geringe Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs von Hansa Rostock aus der 3. Liga wird es wohl nur einen Absteiger aus der Regionalliga geben. Jagatic: „Ich drücke es mal vorsichtig aus und bei allem Respekt: Ich glaube, dass es Aufsteiger RSV Eintracht sehr schwer haben wird. Die werden trotzdem kratzen, beißen und alles dafür tun, um in der Liga zu bleiben.“ Er befürchtet jedoch auch: „Möglich auch, dass es am Ende eine Überraschung gibt, weil sich eine Mannschaft finanziell verausgabt hat.“

Jagatic schwärmt von Traditionsvereinen

Jagatic freut sich auf die neue Saison: „Man kann schon stolz sein, dass man da so viele geile Traditionsvereine in einer Liga hat, wo so eine brutal gute Fanbase dahintersteht. Da geht immer die Post ab.“ Auf die Frage, wann er selbst wieder als Trainer tätig sein wird, antwortet er: „Eine gute Frage. Da müssen viele Faktoren passen. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Mein Motto war schon immer, dass ich alles in Gottes Hände lege. Da lasse ich mich auch gern selbst überraschen.“

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