Schalke 04 hat den Auftakt in die neue Saison verpatzt. Der Bundesligist unterlag am Samstag dem Regionalligisten FC Gütersloh mit 1:2 (0:1). Noch schwerer als die Niederlage wiegt die Verletzung von Innenverteidiger Hasan Kuruçay, der sich kurz vor der Pause am linken inneren Oberschenkel verletzte und ausgewechselt werden musste.
Erste Halbzeit: Schalke dominant, aber Gütersloh trifft
Im neuen quietschgrünen Ausweichtrikot dominierte Schalke die erste Halbzeit klar. Die Mannschaft von Trainer Miron Muslic erspielte sich sechs Torchancen, Gütersloh kam zu zwei. Doch Sekunden vor dem Pausenpfiff nutzte der Außenseiter eine kollektive Schwäche der Schalker Abwehr. Nach einem langen Einwurf konnte Julius Langfeld ungestört einköpfen. Adrian Gantenbein verlor das Luftduell, Vitalie Becker ließ Langfeld laufen. Kurz zuvor hatte sich Kuruçay verletzt und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht und einem Eisbeutel am Adduktoren-Bereich vom Feld.
Zweite Halbzeit: Elf Neue, gleiches Bild
Nach der Pause brachte Muslic elf frische Spieler. Doch das Bild änderte sich nicht: Schalke drückte, hatte vier Torchancen, aber keine traf. In der 75. Minute unterlief Neuzugang Kevin Müller ein schwerer Fehlpass, den Paolo Maiella zum 2:0 nutzte. Müller hatte Glück, dass ein weiterer Fehler in der 78. Minute unbestraft blieb. Auch ein Patzer von Porath in der 88. Minute führte zu keinem Tor. Kurz vor Schluss verkürzte Adil Aouchiche per Freistoß aus 17 Metern (90.). Anschließend vergab Güterslohs Phil Beckhoff einen Elfmeter nach Foul an Porath – Müller parierte.
Fazit: Schwache Chancenverwertung und Verletzungssorgen
Vor den Augen der Schalke-Chefs Tillmann, Mulder, Baumann und Lüftl verlor der Bundesliga-Aufsteiger verdient. Besonders die mangelnde Chancenverwertung war auffällig. Die Verletzung von Kuruçay überschattet das Ergebnis. Der 28-Jährige war in der vergangenen Saison Stammspieler und wird dem Team voraussichtlich mehrere Wochen fehlen. Schalke spielte in der ersten Halbzeit mit Karius – Gantenbein, Ayhan, Kurucay (41. Rösner), V. Becker – Grüger, Schallenberg, Adamu, Karaman, Vozar – Sylla. In der zweiten Halbzeit kamen Müller – Porath, Becker, Leonard, Donkor – Tanaka, El-Faouzi, Lasme (78. Tchibara), Bachmann, Aouchiche – Gomis. 4259 Zuschauer sahen die Partie.



