Der SC Magdeburg hat am letzten Heimspieltag nicht nur die Meisterschale in die Höhe gestreckt, sondern auch eine ganz besondere Ehrung vorgenommen. Der langjährige Kapitän Christian O’Sullivan wurde in die vereinseigene „Hall of Fame“ aufgenommen. Es war ein emotionaler Moment, als Ehefrau Bettina O’Sullivan mit den beiden Töchtern und dem Trikot ihres Mannes das Spielfeld betrat. Beim 34-jährigen Norweger flossen die Tränen, und in der ausverkauften Getec-Arena herrschte Gänsehautstimmung. Das Trikot wird nun unter dem Hallendach hängen.
Zehn Titel in zehn Jahren
Bislang schafften nur die besten SCM-Spieler wie Wieland Schmidt, Joel Abati oder Ex-Profi und Trainer Bennet Wiegert den Sprung in diese Ruhmeshalle. O’Sullivan prägte mit zehn Titeln in zehn Jahren eine ganze Handball-Ära beim SC Magdeburg. „Die Zeit in Magdeburg war für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe hier nicht nur sportlich alles erreicht, sondern auch viele Freunde gewonnen. Es war mir eine Ehre, für diesen Verein zu spielen, und es wird schwer, ihn zu verlassen. Danke für alles“, sagte O’Sullivan in einem Video auf Instagram.
Emotionaler Abschied mit Meisterschale
Beim 38:35-Sieg gegen den VfL Gummersbach durfte O’Sullivan ohne Gegenwehr sein 527. Tor zum Endstand erzielen. Anschließend nahm er zum dritten Mal die Meisterschale in Empfang und zeigte sich als wahrer Kapitän: Den Moment der Präsentation teilte der Norweger mit Tim Hornke, der seine Karriere beendet. Insgesamt wurden bisher nur 17 Spieler in die Hall of Fame des SCM aufgenommen, was die Exklusivität dieser Auszeichnung unterstreicht. Die Fans feierten ihren Kapitän mit stehenden Ovationen und verabschiedeten ihn gebührend.



