Norwegens Nationaltrainer Ståle Solbakken (58) hat nach dem 1:1-Ausgleich im WM-Viertelfinale gegen England die Nerven verloren und eine Plastikflasche auf die eigene Bank geworfen. Dabei traf er einen Betreuer aus seinem Trainerstab am Bein. Die Szene ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit im Stadion von Miami, wo Norwegen durch ein Traumtor von Andreas Schjeldrup in Führung gegangen war (36.). Jude Bellingham glich für England in der zweiten Minute der Nachspielzeit aus (45.+2).
Frust über verpasste Chancen
Besonders ärgerlich für Solbakken war, dass Norwegen zuvor die Möglichkeit verpasst hatte, auf 2:0 zu erhöhen. Stürmer Alexander Sörloth vergab in der 44. Minute eine vielversprechende Konterchance fahrlässig. Bereits in der 40. Minute hatte Sörloth einen Volley über die Latte des englischen Tores gesetzt. So ging es mit einem 1:1 in die Kabine, und Solbakken ließ seinem Frust freien Lauf. Die TV-Bilder von MagentaTV zeigen, wie er die Flasche mit voller Wucht in Richtung seiner eigenen Bank wirft.
Reaktionen auf Social Media
Der Vorfall sorgte in den sozialen Medien für zahlreiche Reaktionen. Unter dem Hashtag #SolbakkenFlasche kursierten Memes und Kommentare, die den Wutausbruch des Trainers thematisierten. Ein Nutzer schrieb: „Solbakken hat wohl die Kontrolle verloren – das war ein klarer Fehlwurf.“ Ein anderer kommentierte: „Statt die Flasche zu werfen, hätte er lieber Sörloth für die vergebenen Chancen kritisieren sollen.“
Auswirkungen auf das Spiel
Der Ausgleich kurz vor der Pause gab England Auftrieb. Norwegen, das als Überraschungsteam dieser Weltmeisterschaft gilt, verpasste es, den Vorsprung mit in die zweite Halbzeit zu nehmen. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offenes Spiel, bei dem beide Teams Chancen hatten. Letztlich setzte sich England mit 2:1 durch und zog ins Halbfinale ein. Solbakken zeigte sich nach dem Spiel reumütig: „Ich habe einen Fehler gemacht, die Flasche zu werfen. Das war eine emotionale Reaktion, die ich bereue. Ich habe mich bei dem Betreuer entschuldigt.“



