So kann er ganz schnell weg sein: Der Sturz-Plan für Infantino
Sturz-Plan gegen Infantino: So kann er schnell weg

Der milliardenschwere WM-Deal ist geplatzt. Für Gianni Infantino ist das ein schwerer Rückschlag: Der Präsident des Weltfußballverbands Fifa hatte das Abkommen als zentralen Baustein seiner Amtszeit präsentiert. Jetzt sehen sich die Kritiker in ihrer Ablehnung bestätigt und schlagen neue Töne an. Der Druck auf Infantino wächst von mehreren Seiten – aus den Mitgliedsverbänden, aus der Politik und nicht zuletzt aus der Wirtschaft.

Seine Gegner wollen den Zeitpunkt offenbar für eine Offensive nutzen. Nach Informationen aus Verbandskreisen gibt es konkrete Überlegungen, den Fifa-Boss aus dem Amt zu drängen. Geplant sei eine Kombination aus verschiedenen Machtoptionen innerhalb des Weltverbandes, heißt es. Die Rede ist von einem abgestimmten Vorgehen, das den Rückhalt für Infantino nachhaltig destabilisieren soll.

Der geplatzte Deal als Wendepunkt

Was genau zum Scheitern des milliardenschweren Projekts geführt hat, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Sicher ist nur: Der Deal, der lange als Prestigeprojekt des Fifa-Präsidenten galt, ist geplatzt. Damit entgeht dem Verband nicht nur eine wichtige Einnahmequelle, sondern auch dem Präsidenten ein Argument, mit dem er seine Führungsstärke untermauern wollte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die öffentliche Wirkung ist verheerend. Die Kritik an Infantinos Person und Amtsführung hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Selbst frühere Unterstützer distanzieren sich zunehmend. In dieser Lage versuchen die Gegner, das Momentum zu nutzen und die Weichen für einen Sturz zu stellen.

Die Machtoptionen der Opposition im Detail

Mehrere Hebel stehen den Kritikern offen. Das wichtigste Gremium ist der Fifa-Kongress, in dem alle Mitgliedsverbände stimmberechtigt sind. Ein Misstrauensvotum gegen den Präsidenten wäre ein drastischer Schritt, der jedoch eine qualifizierte Mehrheit erfordert. Ob diese Mehrheit zusammenkommt, hängt von der Diplomatie der Gegner ab.

Darüber hinaus spielt der Fifa-Rat eine zentrale Rolle. Dieses Gremium kann den Präsidenten zwar nicht direkt abwählen, aber es kann den Druck erhöhen, indem es etwa eine unabhängige Untersuchung der Verbandsführung fordert oder die Finanztransparenz infrage stellt.

Eine weitere Option ist die Einberufung einer außerordentlichen Versammlung. Dafür wäre eine bestimmte Anzahl an Unterstützungsunterschriften aus den Mitgliedsverbänden nötig. Auch dieser Weg wird in Verbandskreisen offenbar ernsthaft geprüft.

Uefa, Sponsoren und Banken als strategische Hebel

Besonderes Gewicht kommt dem Europäischen Fußballverband Uefa zu. Die Uefa ist der mächtigste Zusammenschluss innerhalb der Fifa und hat wiederholt eigenständige Interessen verfolgt. Wenn sich die europäischen Verbände geschlossen gegen Infantino positionieren, würde das die Kräfteverhältnisse im Weltverband grundlegend verändern.

Auch Sponsoren und Banken spielen in dem Sturz-Plan eine zentrale Rolle. Sie sind für die Fifa aus wirtschaftlicher Perspektive unverzichtbar. Sollten wichtige Geldgeber deutlich machen, dass sie die Ära Infantino nicht länger mittragen wollen, steigt der Druck auf den Fußballfunktionär weiter. Banken könnten über Kreditkonditionen oder Finanzierungszusagen signalisieren, dass sie dem Verband unter der aktuellen Führung misstrauen.

Die Kombination aus verbandsinternen Mechanismen und externem Druck gilt als Kern des Plans. Ziel sei es, Infantino zu einer Rücktrittsentscheidung zu bewegen, bevor ein offener Machtkampf außer Kontrolle gerät.

Wie Infantino sich zur Wehr setzen könnte

Dass sich Infantino kampflos geschlagen geben wird, ist unwahrscheinlich. Er hat in seiner bisherigen Amtszeit mehrfach bewiesen, dass er Konflikte offensiv austrägt. Verbündete im Fifa-Rat und in kleineren Mitgliedsverbänden könnten ihm zunächst den Rücken stärken. Außerdem dürfte er versuchen, die wirtschaftlichen Folgen eines Machtkampfs zu betonen.

Gegenstrategien sind denkbar: eine Reformankündigung, eine neue Finanzierungsrunde oder die Einbindung prominenter Fußballpersönlichkeiten in ein Beratergremium. Ob das reicht, um den Sturz abzuwenden, ist offen. Entscheidend wird sein, ob die Opposition geschlossen bleibt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Wer die Nachfolge antreten könnte

Schon jetzt werden in Hintergrundgesprächen Namen möglicher Nachfolger genannt. Ein Favorit hat sich nach übereinstimmenden Berichten herauskristallisiert, wird aber nicht offiziell bestätigt. Die Personalie dürfte erst relevant werden, wenn der Sturz tatsächlich gelingt.

Der neue Präsident müsste das Vertrauen der Verbände, der Sponsoren und der Öffentlichkeit gleichermaßen zurückgewinnen. Ein schwieriges Erbe – insbesondere nach einem politischen Erdbeben dieser Tragweite.

Wie genau der Sturz-Plan ablaufen soll, welche Rollen Uefa, Sponsoren und Banken im Einzelnen spielen und wer als Favorit für die Nachfolge gehandelt wird – diese Fragen werfen ein Schlaglicht auf die fragile Architektur des Weltfußballs. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Infantino den Angriff übersteht.