Tour de France: Lipowitz nach Sturz raus - Evenepoel gewinnt Zeitfahren
Tour de France: Lipowitz nach Sturz raus, Evenepoel siegt

Der Traum von einer starken deutschen Platzierung bei der Tour de France ist geplatzt: Florian Lipowitz ist am Dienstag bei der 16. Etappe schwer gestürzt und musste das Rennen aufgeben. Der Sturz ereignete sich in einer Kurve des Einzelzeitfahrens über 26,1 Kilometer von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains. Der 24-Jährige vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe verlor die Kontrolle über sein Rad und schlug hart auf dem Asphalt auf. Nach ersten medizinischen Untersuchungen wurde ein Bruch des Schlüsselbeins diagnostiziert, wie sein Team später bestätigte.

Evenepoel dominiert das Zeitfahren

Während Lipowitz‘ Aus das deutsche Lager erschütterte, feierte sein Teamkollege Remco Evenepoel einen überragenden Sieg. Der belgische Olympiasieger und Weltmeister bewies einmal mehr seine Klasse in dieser Disziplin und legte die 26,1 Kilometer in der schnellsten Zeit zurück. Mit einem Vorsprung von 28 Sekunden verwies er den Gesamtführenden Tadej Pogacar auf den zweiten Platz. Evenepoel zeigte sich nach dem Rennen zufrieden: „Es war ein perfekter Tag für mich. Ich wusste, dass ich hier gewinnen kann, und habe alles gegeben. Der Sturz von Florian tut mir sehr leid – er war in einer starken Form.“

Gesamtwertung: Pogacar bleibt vorn

In der Gesamtwertung führt Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) weiterhin souverän. Der Slowene liegt mit einem Vorsprung von 4:32 Minuten vor Evenepoel. Den dritten Platz belegt der Mexikaner Isaac del Toro (6:51 Minuten zurück). Die Entscheidung um das Gelbe Trikot ist damit noch nicht gefallen, aber Pogacar hat weiterhin die besten Karten. Evenepoel hingegen konnte durch seinen Etappensieg seine Position in der Gesamtwertung festigen.

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Ausblick: Sprinter gefragt?

Am Mittwoch steht die 17. Etappe auf dem Programm, die über 174,7 Kilometer von Chambéry nach Voiron führt. Die Strecke ist größtenteils flach, weist aber einige leichte Anstiege auf. Experten erwarten, dass sich die Sprinter erneut in Szene setzen könnten, falls es zu einem Massensprint kommt. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass eine Ausreißergruppe das Ziel vor dem Peloton erreicht. „Die Etappe ist ideal für einen Sprint, aber wir müssen auf Ausreißer achten“, sagte ein Sprecher des Teams Alpecin-Deceuninck.

Lipowitz‘ Aus: Schock für das deutsche Team

Der Sturz von Florian Lipowitz war ein schwerer Rückschlag für die deutschen Hoffnungen bei dieser Tour. Der Radprofi aus Biberach hatte zuvor mit starken Leistungen in den Bergen auf sich aufmerksam gemacht und lag in der Gesamtwertung auf dem 15. Platz. Sein Teamchef Ralph Denk äußerte sich bestürzt: „Florian war in einer hervorragenden Verfassung und hätte um eine Top-Platzierung kämpfen können. Der Sturz ist extrem bitter – sowohl für ihn als auch für das gesamte Team. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.“

Die Tour de France geht am Mittwoch mit der 17. Etappe weiter. Die Entscheidung um das Gelbe Trikot fällt voraussichtlich in den Alpen am Wochenende.

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