Erstes Erfolgserlebnis für Quetant
Kenny Quetant hat sein erstes Erfolgserlebnis im Werder-Trikot gefeiert. Im ersten Test der neuen Saison erzielte der 20-jährige Franzose beim 6:2 (4:1) gegen den Fünftligisten Verden den letzten Treffer der Bremer. Nach einer Flanke von Marco Grüll traf Quetant per Volleyschuss – ein kleines Geburtstagsgeschenk an sich selbst, denn am Freitag war er 20 Jahre alt geworden. Von seinen Kollegen gab es die besten Wünsche, und vom Trainer gab es tags darauf nach dem Sieg eine klare Ansage.
Thioune fordert mehr Muskelmasse
Quetant ist der schmalste Spieler im Werder-Kader. Sorgen wegen zu vieler fester Mahlzeiten muss sich bei ihm niemand machen, aber sein Bizeps dürfte gern etwas praller ausfallen. Deshalb schickt Daniel Thioune den ablösefrei aus Le Havre gekommenen Offensivmann nun an die Hanteln. „Ich glaube, dass er häufiger in den Kraftraum muss, um körperlich zuzulegen. Das schaffen wir aber nicht von heute auf morgen“, sagte Thioune. Bei einer Körpergröße von 1,89 Metern wird Quetants Gewicht mit 79 Kilogramm angegeben – da ist noch Luft nach oben, wobei er natürlich nicht zum Dickmops werden soll.
Trainer lobt Beweglichkeit und Tempo
Trotz der körperlichen Defizite hält Thioune viel von seinem Neuzugang. „Fragen Sie mal große, schwere Innenverteidiger, ob sie gern gegen bewegliche Stürmer spielen. Wenn Kenny zum Ball kommt und mit seinem Tempo die Tiefe attackiert, kann er sehr gefährlich werden“, erklärte der Trainer. Das hat Quetant bei seinen ersten 45 Minuten im Werder-Trikot bereits angedeutet.
Perspektive ungewiss – Leihe möglich
Wie groß seine sportliche Perspektive bei Werder in dieser Saison tatsächlich ist, wird sich erst zeigen. Aus 373 Minuten Spielzeit in Frankreichs erster Liga lässt sich kaum etwas ableiten. Eine Ausleihe am Ende der Vorbereitung für mehr Spielzeit wäre keine Überraschung. Zunächst aber hat Quetant ein Erfolgserlebnis verbucht. Thioune: „Kenny hat vor unserem sechsten Tor den letzten Kontakt gehabt. Das wird ihm helfen, schneller anzukommen und Akzeptanz zu finden.“



