WM 2026: Louis-Vuitton-Koffer in Finalshow – Deschamps schiebt Spanien Favoritenrolle zu
WM 2026: Louis-Vuitton-Koffer in Finalshow – Deschamps schiebt Spanien Favoritenrolle zu

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko steuert auf ihren Höhepunkt zu. Vor den Halbfinalspielen sorgt eine Reihe von Schlagzeilen für Gesprächsstoff – von taktischen Spielchen über Sicherheitsbedenken bis hin zu einer umstrittenen Vermarktungsaktion des Weltverbandes Fifa.

Deschamps schiebt Spanien die Favoritenrolle zu

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat vor dem Halbfinal-Kracher gegen Spanien am Dienstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Arlington bei Dallas die Favoritenrolle deutlich dem Gegner zugeschoben. „Ja, das bestätige ich“, sagte er auf der Pressekonferenz auf die Frage, ob er bei seiner Meinung bleibe, dass Spanien der große Titelfavorit sei. Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Spanien ist der Favorit“, wiederholte er. „Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.“ Er erwarte ein „spektakuläres Spiel mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“.

Superstar Kylian Mbappé von Real Madrid steht den Franzosen dabei zur Verfügung, ebenso wie sein Clubkollege Aurélien Tchouaméni, der im Achtel- und Viertelfinale mit Adduktorenproblemen gefehlt hatte. Mbappé sei zu 100 Prozent fit und habe normal trainiert, erklärte Deschamps. Beim 2:0-Sieg gegen Marokko war Mbappé angeschlagen ausgewechselt worden, ihm ging es aber nach eigener Aussage kurz nach dem Spiel schon wieder besser.

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Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für England gegen Argentinien

Die Polizei in Atlanta hat die Sicherheitsvorkehrungen für das brisante WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien verstärkt. „Zusätzliches Personal und zusätzliche Ressourcen sind bereits im Einsatz und werden auch weiterhin strategisch an und um die Veranstaltungsorte, in den Ausgehvierteln und anderen stark frequentierten Bereichen eingesetzt, um ein sicheres und angenehmes Erlebnis für alle zu gewährleisten“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei Atlanta, wie übereinstimmende Medienberichte zitierten.

Laut der argentinischen Zeitung „La Nación“ wurde die Partie von den Behörden als Spiel der höchsten Risikostufe eingestuft. Die Hotels beider Mannschaften sollen von größeren Polizeiaufgeboten bewacht werden. Zwei Tage vor der Partie kam es demnach zu einem Treffen unter anderem mit Vertretern der Fifa, des FBI und der Polizeibehörde von Miami, von wo eine große Schar argentinischer Fans erwartet wird. England und Argentinien spielen am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/MagentaTV und ARD) in Atlanta um den Einzug ins Finale. Die beiden Nationen trafen zuletzt 2005 in einem Testspiel aufeinander. Brisant ist die Partie auch 40 Jahre nach dem WM-Viertelfinale von 1986, als Diego Maradona mit der „Hand Gottes“ traf, und aufgrund des Falklandkriegs 1982, bei dem rund 1000 Soldaten ums Leben kamen. Spieler beider Seiten betonten jedoch bereits, dass dies nur ein Fußballspiel sei.

Louis-Vuitton-Koffer wird Teil der Finalshow

Der Fußball-Weltverband Fifa wird zum Abschluss der Weltmeisterschaft einen Trophäenkoffer der Luxusmarke Louis Vuitton in seine Finalshow einbeziehen. Die französische Marke soll „den offiziellen, speziell angefertigten Trophäenkoffer, der für den Transport und die Präsentation der wohl bekanntesten Trophäe im Sport entwickelt wurde“, präsentieren, wie die Fifa vor den Halbfinals mitteilte. Als offizieller Markenlizenznehmer der WM 2026 präsentiere das Unternehmen zudem eine Kollektion von drei Trophäenkoffern in limitierter Auflage, die vom offiziellen Koffer inspiriert seien.

Im Netz gab es umgehend Kritik an der Aktion des Weltverbandes, der bei der WM zum Beispiel auch die neu eingeführten Trinkpausen an einen Namenssponsor verkauft hat. Louis Vuitton hat nach Fifa-Angaben bereits in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 den Trophäenkoffer für den Gewinner der Weltmeisterschaft präsentiert. Das Endspiel steigt am 19. Juli in East Rutherford nahe New York. Fifa-Chef Gianni Infantino zufolge wird US-Präsident Donald Trump den goldenen Siegerpokal überreichen.

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Weitere Neuigkeiten: Wagner kritisiert neue Regeln, Zwayer raus, Haaland mit Waschbär

DFB-Lehrwart Lutz Wagner sieht bei der Umsetzung der neuen, bei der WM angewandten Regeln „eine große Gefahr“. „Der Fußball muss für den Fan verständlich sein. Der, der den Fußball an der Basis spielt, muss wissen: Er spielt den gleichen Fußball wie in der Bundesliga oder bei der WM“, sagte der frühere Bundesliga-Referee im Interview mit „sportschau.de“. Positiv bewertet Wagner die Reduzierung des Zeitspiels durch schnellere Wechsel und die Regel, dass ein Spieler, der sich auf dem Feld behandeln lässt, erst eine Minute nach Verlassen des Platzes zurück darf. „Das Verhalten der Spieler hat sich verändert. Die Spieler bleiben nicht mehr so lange liegen und bei Auswechslungen wird sich beeilt. Das hat wirklich gefruchtet“, urteilte Wagner, zeigte aber auch Schwierigkeiten im Amateurfußball auf.

Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer hat die WM nach zwei Einsätzen in der Vorrunde vorzeitig beendet. Der 45-jährige Berliner wird am Finalwochenende kein weiteres Spiel leiten und hat das Schiedsrichter-Quartier in Amerika bereits verlassen, wie der DFB mitteilte. Zwayer leitete die Partien USA gegen Australien (2:0) und DR Kongo gegen Usbekistan (3:1). Bastian Dankert ist noch nicht abgereist und darf sich als Videoschiedsrichter Hoffnungen auf einen Einsatz im Finale machen.

Norwegens Stürmerstar Erling Haaland sorgte bei der Rückkehr der Nationalmannschaft für einen Lacher: Er stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. Norwegen war im Viertelfinale gegen England nach Verlängerung ausgeschieden.