Vor dem WM-Halbfinale gegen Frankreich am Dienstagabend (21 Uhr, ZDF, MagentaTV und im Live-Ticker auf bild.de) hat Spaniens Offensivstar Lamine Yamal (19) klar Stellung zu den umstrittenen Aussagen des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy bezogen. An seinem 19. Geburtstag betonte der Youngster, dass Fußball Menschen verbinde und Integration fördere.
Yamal: „Fußball kann Integration bewirken“
„Wenn Fußball etwas bewirken kann, dann Integration. Frankreich und wir sind beide Beispiele für Integration. Darum geht es im Fußball – nicht darum, über Aussagen anderer Menschen zu sprechen“, sagte Yamal. Sowohl Spanien als auch Frankreich seien Beispiele dafür, wie unterschiedlichste Menschen gemeinsam erfolgreich sein könnten. Statt über politische Aussagen zu diskutieren, wolle er sich voll auf das Halbfinale konzentrieren.
Yamal fokussiert sich auf das „schönste Spiel“
„Morgen spielen wir eines der schönsten Spiele einer Weltmeisterschaft. Das ist jetzt das Wichtigste“, so Yamal. Der 19-Jährige, der mit 16 Jahren und 57 Tagen zum jüngsten Torschützen der spanischen Nationalmannschaft aller Zeiten wurde, zeigte sich entschlossen, den Fokus auf den sportlichen Höhepunkt zu legen. Auslöser der Debatte war ein Beitrag des früheren Regierungschefs Rajoy, in dem der konservative Politiker behauptete, im französischen Nationalteam stünden „keine Franzosen“ – eine Aussage, die in beiden Ländern scharf kritisiert wurde.
Reaktionen aus Frankreich
Auch Frankreichs Mittelfeldspieler Warren Zaïre-Emery reagierte auf die Aussagen. Er erklärte, die Mannschaft bestehe aus Spielern mit unterschiedlichen Wurzeln – genau wie Frankreich selbst. Entscheidend sei, dass das Team auf und neben dem Platz zusammenhalte. Die integrative Kraft des Fußballs stehe im Vordergrund, nicht politische Provokationen.
Das Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich verspricht ein hochklassiges Duell zweier Teams, die für kulturelle Vielfalt und sportliche Exzellenz stehen. Yamal, der als einer der größten Talente des Turniers gilt, wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.



