Zverev erreicht Wimbledon-Achtelfinale: 6:2, 7:6, 6:4 gegen Giron
Zverev erreicht Wimbledon-Achtelfinale nach 6:2, 7:6, 6:4

Alexander Zverev hat sein Drittrundenmatch in Wimbledon gegen den US-Amerikaner Marcos Giron mit 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 gewonnen und damit sein insgesamt 25. Grand-Slam-Achtelfinale erreicht. Der French-Open-Sieger und Weltranglisten-Dritte zeigte sich dabei nicht durchweg souverän, ließ aber keine Zweifel am Sieg aufkommen.

Zverev: „Ich spiele besseres Tennis als im letzten Jahr“

Nach dem 2:34 Stunden dauernden Match schrie Zverev seine Erleichterung heraus. „Ich fühle mich anders als im letzten Jahr. Ich spiele besseres Tennis“, sagte der Hamburger im Siegerinterview. „Mit einem Titel hierherzukommen, hilft jedem. Ich möchte natürlich weitermachen.“ Zverev hatte zuvor in Paris triumphiert und reist als einer der Mitfavoriten nach Wimbledon.

Im Achtelfinale trifft Zverev nun auf den Weltranglisten-14. Jiri Lehecka aus Tschechien oder den Spanier Jaume Munar. Es wäre das erste Mal, dass der 29-Jährige in Wimbledon das Viertelfinale erreicht. Bisher war für ihn im All England Club stets im Achtelfinale Schluss.

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Aufschlag als Trumpf, aber Nachlässigkeiten im Spiel

Zverev konnte sich insbesondere auf seinen Aufschlag verlassen. Der 1,98 Meter große Olympiasieger von 2021 rauschte im ersten Satz durch seine Aufschlagspiele, während Giron bei eigenem Service Probleme hatte. Zweimal breakte Zverev den 32-jährigen Kalifornier zum 2:1 und 5:2 und sicherte sich schnell den ersten Satz.

Im zweiten Satz ließ Zverev jedoch nach und leistete sich leichte Fehler. Giron kam besser ins Spiel, und die Partie wurde ausgeglichener. Unzufrieden meckerte Zverev in Richtung seiner Box, gewann aber den Tiebreak mit 7:4. Im dritten Satz gab Zverev eine 4:1-Führung aus der Hand und verlor erstmals sein Aufschlagspiel. Ex-Wimbledonsieger Michael Stich kritisierte bei Prime: „Er bewegt sich schlecht.“ Dennoch vermied Zverev einen Satzverlust und sparte Kraft.

Deutsches Duo im Achtelfinale – erstmals seit 2012

Mit Zverevs Sieg steht auch Jan-Lennard Struff im Achtelfinale. Es ist das erste Mal seit 2012, dass zwei deutsche Herren in Wimbledon die Runde der besten 16 erreichen. Damals waren es Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber. Struff hatte am Freitag überraschend die dritte Runde überstanden und trifft am Sonntag auf den Polen Hubert Hurkacz. Der 36-jährige Sauerländer hat die Chance auf seinen ersten Viertelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier.

Zverev als letzte deutsche Hoffnung?

Die Statistik täuscht jedoch nicht über die insgesamt wenig zufriedenstellende Situation im deutschen Herrentennis hinweg. Hinter Spitzenspieler Zverev klafft eine Lücke. Dennoch bleibt Zverev ein ernstzunehmender Anwärter auf den Titel in Wimbledon. Anders als bei den French Open, wo die Topstars Jannik Sinner und Novak Djokovic früh ausschieden, sind sie in Wimbledon noch im Turnier. Auf einen der beiden könnte Zverev jedoch frühestens im Finale treffen.

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