1860 München: Zwangsabstieg besiegelt – Havelse hofft auf Klassenerhalt
Zwangsabstieg für 1860 München – Havelse profitiert

Der TSV 1860 München steigt zwangsweise in die Regionalliga Bayern ab, nachdem Investor Hasan Ismaik eine zugesagte Finanzierung in Höhe von 2,7 Millionen Euro nicht bereitgestellt hat. Der Verein konnte die fehlende Summe nicht fristgerecht nachweisen und erhielt keine Lizenz für die 3. Liga. Präsident Gernot Mang bestätigte die Hiobsbotschaft vor wütenden Fans an der Geschäftsstelle. Diese reagierten mit Schmähgesängen gegen den verhassten Investor: „Scheiß auf den Scheich, scheiß auf sein Geld, egal was er sagt, egal was er denkt“, skandierten die Anhänger. „Wir woll'n nur eins, wir woll'n das Glück, Freiheit für Sechzig und nach Giasing zurück.“

Ismaik äußert sich kryptisch

Hasan Ismaik, der seit 2011 im Dauerstreit mit dem Mutterverein und der Fanszene liegt, zeigte sich in einem Facebook-Post betroffen: „Es schmerzt mich sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der Verein die Lizenz für die Teilnahme an der 3. Liga in der kommenden Saison nicht erhalten wird.“ Er betonte jedoch, dass der TSV 1860 München eines Tages zurückkehren werde. Die Kommentarspalte unter dem Beitrag quoll über vor Schmähungen gegen den Investor. Der Zwangsabstieg bedeutet für die Löwen den zweiten Gang in die Viertklassigkeit nach 2017. Nur acht Spieler besitzen angeblich Verträge für die Regionalliga, die Insolvenz droht.

Havelse winkt der Klassenerhalt

Vom Unglück der Münchner könnte der TSV Havelse profitieren. Als bester der vier sportlichen Absteiger aus der 3. Liga würde Havelse den freien Platz einnehmen, sofern die Lizenz erteilt wird. Der Verein aus Garbsen hat alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht beim DFB eingereicht und würde erneut im Eilenriedestadion in Hannover spielen, da das eigene Stadion nicht drittligatauglich ist. Sollte der Bescheid positiv ausfallen, wäre der TSV Havelse auch in der kommenden Saison im Profifußball vertreten. Zuletzt gab es Gerüchte, dass Havelse nicht aufsteigen wolle, was sich nun wohl zerschlagen hat. Der FC Erzgebirge Aue, der ebenfalls abgestiegen war, hatte noch Hoffnungen, die nun aber begraben sind.

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