Die Biathlon-Welt trauert um Galina Kuklewa. Die russische Olympiasiegerin ist im Alter von nur 53 Jahren an Krebs gestorben. Wie der russische Biathlonverband mitteilte, litt sie bereits seit längerer Zeit an der schweren Erkrankung.
Erfolgreichste Biathletin ihrer Ära
Kuklewa feierte ihre größten Erfolge um die Jahrtausendwende. Ihr größter Einzeltriumph war der Gewinn der Goldmedaille im 7,5-Kilometer-Sprint bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano, Japan. Dabei ließ sie die deutsche Top-Athletin Uschi Disl im Schlussspurt um nur sieben Zehntelsekunden hinter sich. Dieses Duell gilt bis heute als legendär.
Neben Olympia-Gold holte Kuklewa Silber im Massenstart bei der Weltmeisterschaft 2000 in Oslo. Mit der russischen Staffel gewann sie drei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften (2000, 2001, 2003) sowie Olympia-Silber 1998 und Bronze 2002. Insgesamt feierte sie neun Weltcup-Siege.
Vom Langlauf zum Biathlon
Ihre sportliche Laufbahn begann Kuklewa in den 1980er Jahren im Langlauf, bevor sie zum Biathlon wechselte. Dank ihrer läuferischen Stärke stieg sie schnell in die Weltspitze auf und konnte Fehlschüsse am Schießstand oft durch schnelle Läufe ausgleichen. Im Stehendschießen zählte sie jedoch zu den stärksten Athletinnen.
Karriereende und Nachwuchsförderung
Nach den Weltmeisterschaften 2003 und ihrem letzten großen Triumph im heimischen Chanty-Mansijsk beendete Kuklewa ihre aktive Karriere. Anschließend arbeitete sie in der russischen Nachwuchsförderung und als Sportfunktionärin in ihrer Wahlheimat Tjumen.
Der russische Biathlonverband würdigte die Verstorbene: „Der Verband der Biathleten Russlands spricht den Angehörigen, Freunden, Kollegen und Schülern Galina Alexejewnas sein tiefstes Beileid aus.“



