Der US-Investor Warren Buffett hat zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten die Bill & Melinda Gates Foundation bei seiner jährlichen Aktienspende übergangen. Stattdessen flossen die Anteile an Berkshire Hathaway an die Stiftungen seiner drei Kinder sowie eine Stiftung, die den Namen seiner verstorbenen Ehefrau trägt. Der 95-Jährige hatte im März angekündigt, mit seinem langjährigen Freund Bill Gates erst wieder sprechen zu wollen, wenn Klarheit über dessen Kontakte zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bestehe.
Hintergrund des Spendenstopps
Gates' Name tauchte wiederholt in E-Mails von Epstein auf, die vor einigen Monaten veröffentlicht wurden. Die neuen Akten haben nicht nur Bill Gates, sondern auch andere Prominente wie Elon Musk und Prinz Andrew in Erklärungsnot gebracht. Buffett betonte, er wolle erst wieder mit Gates sprechen, wenn die Epstein-Kontakte vollständig aufgeklärt seien.
Buffetts Spendenplan und die Rolle der Gates-Stiftung
Buffett hatte bereits vor Jahren angekündigt, seine gesamte Beteiligung an Berkshire Hathaway für wohltätige Zwecke zu spenden. Die Gates-Stiftung war in den vergangenen Jahren der größte Empfänger dieser Spenden und erhielt von ihm Aktien im Wert von rund 47 Milliarden Dollar. Nun will Buffett innerhalb von acht Jahren die restliche Beteiligung an seiner Holding komplett spenden. Dafür sollen die Aktien beschleunigt an die genannten Stiftungen übertragen werden.
Buffetts Rückzug von der Führung
Der Investor hatte zum Jahreswechsel im Alter von 95 Jahren die Führung der Holding abgegeben. Er hatte die kleine Textilfirma Berkshire in den Sechzigerjahren gekauft und sie in eine erfolgreiche Investmentgesellschaft verwandelt. Buffetts Gespür für Geschäfte sorgte dafür, dass Berkshires Investitionen in verschiedene Unternehmen sich über die Jahre deutlich besser entwickelten als der Aktienmarkt im Durchschnitt.



