Ab Mittwoch gelten an der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Überseegebiet Gibraltar die Regeln des Schengen-Raums. Für tausende spanische Pendler entfallen damit die Grenzkontrollen bei der Ein- und Ausreise in das seit dem Brexit nicht mehr zur EU gehörende Gebiet. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez will anlässlich des vorläufigen Inkrafttretens des entsprechenden Abkommens zwischen der EU und London am Mittwoch das Grenzgebiet besuchen.
Jahrelange Verhandlungen führten zum Durchbruch
Der Unterzeichnung des im vergangenen Jahr ausgehandelten Abkommens am Dienstag waren jahrelange Verhandlungen vorausgegangen. Die Grenzkontrollen galten als das letzte große ungelöste Problem des Brexits, der nun sechseinhalb Jahre zurückliegt. Die rund sieben Quadratkilometer große Exklave Gibraltar im äußersten Süden der iberischen Halbinsel gehört seit mehr als 300 Jahren zu Großbritannien.
Auswirkungen auf Pendler und Wirtschaft
Durch den Wegfall der Grenzkontrollen wird der Alltag für tausende Pendler erheblich erleichtert. Bislang mussten sie täglich lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch die Wirtschaft in der Region dürfte von der erleichterten Personenfreizügigkeit profitieren. Das Abkommen sieht vor, dass Gibraltar künftig die Schengen-Regeln anwendet, während die Zollgrenze zu Spanien bestehen bleibt.



