Schwimm-EM: Hentschel/Avila Sanchez holen Bronze im Mixed-Synchron
EM: Hentschel/Avila Sanchez holen Mixed-Bronze

Die deutschen Wasserspringer haben bei den Europameisterschaften im französischen Paris den Medaillensatz für ihr Team perfekt gemacht. Nach Gold durch Moritz Wesemann und Silber durch das Synchron-Paar Pauline Pfeif/Elena Wassen gewannen am dritten Tag der Titelkämpfe Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez die Bronzemedaille im Mixed-Synchronwettbewerb vom Drei-Meter-Brett. Damit geht die deutsche Delegation mit drei Podestplätzen in die entscheidende Phase der Wettkämpfe.

Das Duo aus Berlin kam mit insgesamt 284,19 Punkten auf Rang drei. Im strengen Klassement hatten die beiden nur wenig Rückstand auf das russische Duo Elizaweta Kuzina und Ilia Molachanow, die als neutrale Athleten aus Russland an den Start gingen und auf 286,17 Punkte kamen. Die Goldmedaille sicherten sich Chiara Pellacani und Matteo Santoro aus Italien, die mit 305,85 Punkten einen beeindruckenden Vorsprung herausarbeiteten. Für die Italienerin war es der dritte EM-Titel, für ihren Partner ein wichtiger Erfolg.

Vom achten Rang zurück aufs Podest

Besonders bitter war der Wettkampf für Hentschel und Avila Sanchez nach ihrem zweiten Sprung. Der Anlauf von Avila Sanchez war nicht stimmig, der Sprung misslang, und das deutsche Duo rutschte auf den achten Platz ab. Doch anschließend zeigten sich die beiden von ihrer kämpferischen Seite. Mit konzentrierten und deutlich besseren Sprüngen arbeiteten sie sich Sprung für Sprung im Feld nach vorn und waren am Ende nur knapp an Silber dran.

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Am Ende fehlten auf den zweiten Platz 1,98 Punkte – weil den russischen Konkurrenten im letzten Durchgang ein Fehler unterlief. Die Italiener dagegen überzeugten mit einer beeindruckenden Serie und fast 20 Zählern Vorsprung. Der Sieg von Pellacani/Santoro geriet dabei nie in Gefahr.

Stimmen zum Wettkampf

„Wir wollten eine Medaille. Natürlich wäre die Titelverteidigung wünschenswert gewesen, aber mit Bronze rauszugehen, bei so einem starken Feld, ist das, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Hentschel. Ihr Partner Avila Sanchez ergänzte: „Fehler kommen immer vor. Da muss man abschalten, weitermachen und den Sprung vergessen können.“ Er hob damit die mentale Stärke des Duos hervor, das sich von dem frühen Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Hentschel enttäuscht im Einzel

Weniger glücklich lief es für Lena Hentschel im Einzel vom Ein-Meter-Brett. Die Berlinerin zeigte sich zu fehlerbehaftet, vor allem die Eintauchphasen, die bei den Kampfrichtern in Erinnerung bleiben, gelangen zu selten. Selbst ihren besten Sprung brachte sie fast gar nicht ins Wasser. Am Ende blieb der enttäuschende Platz zehn. Hentschel konnte die erfolgreiche Mixed-Entscheidung nicht wiederholen und verpasste eine Top-Platzierung in ihrem Einzelwettbewerb deutlich.

Pellacani dominiert das Einzel-Brett

Einmal mehr zeigte die Italienerin Chiara Pellacani ihre Klasse. Im Einzel vom Ein-Meter-Brett blieb sie als einzige Athletin fehlerfrei und siegte mit einem überwältigenden Vorsprung von 40,10 Punkten. Bereits zum dritten Mal in ihrer Karriere holte sie damit EM-Gold. Ihre Konstanz und ihre sauberen Eintauchphasen waren der Schlüssel zu diesem überlegenen Sieg.

Für die deutschen Wasserspringer sind die drei Medaillen bei diesen Europameisterschaften ein starkes Signal. Das Team hat bewiesen, dass es sowohl in den Einzel- als auch in den Synchronwettbewerben zur europäischen Spitze gehört. Gerade die Leistung von Hentschel und Avila Sanchez, die nach einem verpatzten Sprung zurückkamen, zeigt die mentale Reife der Mannschaft.

Die Schwimm-Europameisterschaften in Paris laufen noch bis Sonntag. In den kommenden Tagen stehen weitere Wasserspringen-Entscheidungen an, darunter die Einzelwettbewerbe vom Turm und weitere Synchronwettbewerbe. Ob weitere deutsche Siege und Podestplätze hinzukommen, bleibt abzuwarten.

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