Neuer Rekord beim Sommer-Donauschwimmen in Neuburg
Rekord beim Donauschwimmen in Neuburg

Am Sonntag verzeichnete das Sommer-Donauschwimmen in Neuburg einen neuen Teilnehmerrekord. 2.847 Schwimmerinnen und Schwimmer gingen an den Start und übertrafen damit die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2019 um mehr als 300 Teilnehmer. Die Veranstaltung war bereits Wochen im Voraus ausverkauft.

Ein Tag im Zeichen des Sports

Bereits um 8 Uhr morgens trafen die ersten Teilnehmer am Volksfestgelände ein, um sich ihre Startunterlagen abzuholen. Die Stimmung war ausgelassen, viele kamen in Gruppen oder mit der Familie. Zwischen den Startnummern lagen nur wenige Minuten Abstand. Die Schwimmer wurden in mehreren Wellen ins Wasser geschickt, um Staus auf der Strecke zu vermeiden.

Die Strecke führte entlang der Neuburger Altstadt, passierte unter der B16-Brücke hindurch und endete im Bereich der Staustufe Bittenbrunn. Die Strömung war an diesem Tag moderat, dennoch mussten einige Teilnehmer von den begleitenden Rettungsbooten aus dem Wasser geholt werden. Laut Veranstalter gab es keine schwerwiegenden Zwischenfälle.

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Stimmen aus dem Teilnehmerfeld

„Ich bin zum dritten Mal dabei, aber so eine Begeisterung habe ich noch nie erlebt“, sagte die 29-jährige Regensburgerin Anna Feldmeier, die nach 45 Minuten das Ziel erreichte. Auch die Neuburger Familie Weber nahm als geschlossenes Team teil: „Für uns ist das ein Familienfest. Die Kinder trainieren seit Wochen dafür“, berichtete Vater Thomas Weber.

Die schnellste Zeit des Tages erzielte ein 26-jähriger Leistungsschwimmer aus Ingolstadt mit 22 Minuten für die 2,5 Kilometer. Im Durchschnitt benötigten die Teilnehmer zwischen 40 und 60 Minuten.

Rekord in Zahlen

  • 2.847 Teilnehmer – das ist der höchste Wert seit der Erstaustragung 1987.
  • 1.530 Männer und 1.317 Frauen waren gemeldet.
  • 62 Teilnehmer kamen aus dem Ausland, darunter aus Österreich, Tschechien und den Niederlanden.
  • 12 Prozent beträgt das Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Organisation und Sicherheit

Die Wasserwacht Neuburg und die DLRG waren mit acht Booten und insgesamt 120 Einsatzkräften im Wasser stark vertreten. Am Ufer sorgten zudem Sanitäter für die medizinische Erstversorgung. „Die Sicherheit hat oberste Priorität, gerade bei einem solchen Großereignis“, sagte Einsatzleiterin Julia Schneider. Ihrer Aussage nach war der diesjährige Einsatz der größte in der Geschichte der Ortsgruppe.

Das Organisationsteam um Hauptorganisator Max Huber zog eine durchweg positive Bilanz: „Unser Dank gilt allen Ehrenamtlichen, Partnern und Sponsoren. Ohne sie wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.“ Huber kündigte an, dass die Anmeldegebühren leicht erhöht werden, um die höheren Kosten für Sicherheitsmaßnahmen zu decken.

Wirtschaftlicher Schub für Neuburg

Die Stadt Neuburg profitiert erheblich von dem Event. Die örtlichen Gastronomen meldeten ein volles Haus, etliche Hotels waren bereits am Vorabend ausgebucht. Der Einzelhandel verzeichnete einen Anstieg der Kundenfrequenz. Die Tourismusabteilung der Stadt schätzt den wirtschaftlichen Effekt auf einen sechsstelligen Bereich.

Oberbürgermeister Ingo Lehmann betonte in einer ersten Reaktion die Bedeutung des Donauschwimmens für das Stadtsiegel. „Neuburg wird mit dem Donauschwimmen weit über die Region hinaus wahrgenommen“, so Lehmann. Er verwies darauf, dass die Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder stattfinden soll. Ein genaues Datum steht noch nicht fest, in der Regel wird sie am ersten Augustwochenende ausgetragen.

Mehr als ein Sportevent

Das Donauschwimmen hat sich längst zu einem gesellschaftlichen Highlight entwickelt. Schulen und Schwimmvereine aus der Region nutzen das Ereignis, um Kinder und Jugendliche für den Schwimmsport zu begeistern. In den Wochen vor dem Event bieten die Neuburger Wasserwacht und die DLRG zusätzliche Trainingseinheiten an. Auch die Volkshochschule hat einen Kurs „Sicheres Schwimmen im Fluss“ ins Programm aufgenommen.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die Stadt vom Wasser aus zu erleben. Entlang der Uferpromenade herrschte Volksfeststimmung mit Musik, Essensständen und Informationszelten. Die Veranstalter zählten nach eigenen Angaben mehr als 5.000 Zuschauer.

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Blick nach vorn

Die Veranstalter rechnen damit, dass der Zuspruch weiter steigen wird. Bereits jetzt treffen Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Eine Obergrenze für Teilnehmer gibt es nicht, allerdings müssen die Sicherheitskonzepte angepasst werden. Für das Jubiläum im übernächsten Jahr wird sogar mit mehr als 3.000 Startern spekuliert.

Das Sommer-Donauschwimmen bleibt damit ein unverzichtbarer Bestandteil des sportlichen Sommers in Neuburg. Dank des großen Zuspruchs wird auch die Bedeutung des Schwimmsports in der Region gestärkt. Die Organisatoren um Max Huber blicken stolz auf einen gelungenen Tag zurück und freuen sich auf die nächste Ausgabe.