Alexander Zverev hat mit deutlichen Worten das Format der ATP-Masters-Turniere kritisiert. „Das ist Unsinn“, sagte der 29-Jährige am Rande eines Turniers und ergänzte: „Keine Raketenwissenschaft.“ Damit sorgte der deutsche Tennis-Star für Aufsehen – nicht nur bei Fans, sondern auch in der ATP-Zentrale.
Was genau kritisiert Zverev am Masters-Format?
Die ATP-Masters-1000-Serie ist nach den Grand Slams die wichtigste Turnierkategorie im Herrentennis. Doch Zverev sieht grundlegende Probleme. Seine Kritik richtet sich gegen die Struktur der Turnierserie, die aus neun Events in Nordamerika, Europa und Asien besteht. Der Weltranglistensiebte aus Hamburg bemängelt offenbar die hohe Belastung und die ungleichen Bedingungen für die Spieler.
Details seiner Aussagen wurden von BILD am 3. August 2026 veröffentlicht. Zverev äußerte sich demnach unmittelbar nach einem Match – sichtlich verärgert. Die Kernbotschaft: Die ATP-Masters-Turniere seien komplizierter als nötig. „Keine Raketenwissenschaft“ – sinngemäß: Man müsse das Format nicht unnötig verkomplizieren.
Die Vorgeschichte: Zverevs Verhältnis zu den Turnierverantwortlichen
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Zverev kritisch über die ATP äußert. Bereits in der Vergangenheit forderte er mehr Mitspracherecht für die Spieler. Besonders der Terminplan sorgt immer wieder für Unmut. Die Masters-Turniere sind mit 1000 ATP-Punkten dotiert und gelten als Pflichtaufgaben für die Topspieler. Verpassen sie ein Event, drohen Strafen. Zverevs Kritik könnte daher auf dieses System abzielen.
Die ATP hatte zuletzt mehrfach das Regelwerk überarbeitet. Unter anderem wurden die Abstände zwischen den Turnieren verändert, um die Belastung zu reduzieren. Doch offenbar geht das dem 29-Jährigen nicht weit genug. Seine Aussagen lassen vermuten, dass er eine grundlegende Reform fordert – ähnlich wie sie auch andere Topspieler wie Novak Đoković oder Carlos Alcaraz angeregt haben.
Die Reaktionen aus der Tenniswelt
Noch fehlen offizielle Stellungnahmen der ATP. Doch in den sozialen Medien wird Zverevs Ansage bereits kontrovers diskutiert. Einige Fans unterstützen den Deutschen, andere verweisen darauf, dass die aktuellen Regeln für alle Spieler gleich gelten. Fachjournalisten spekulieren, ob Zverev mit seinen Aussagen eine neue Debatte über die Zukunft der Masters-Serie anstoßen will – gerade im Hinblick auf die nächste Generation.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Die Äußerung fällt in eine Phase, in der Zverev sportlich stark präsent ist. Erst kürzlich gewann er die BMW Open in München und kämpfte sich ins Halbfinale. Auch beim Wimbledon-Finale sorgte der gebürtige Hamburger für Schlagzeilen, nachdem BILD-Reporter seine Super-Serie dokumentiert hatten. Sein Wort hat also Gewicht in der Branche.
Was bedeutet das für die ATP-Masters-Turniere?
Sollte sich Zverev mit seiner Kritik durchsetzen, könnte das weitreichende Folgen haben. Die Masters-1000-Events sind wirtschaftlich wichtig für die ATP. Eine Formatänderung würde auch die Fernsehrechte und Sponsorenverträge betreffen. Experten halten es daher für unwahrscheinlich, dass die Serie kurzfristig umgebaut wird. Doch die Aussagen von Zverev könnten den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen.
Bis zur nächsten ATP-Sitzung bleibt abzuwarten, ob weitere Spieler in die gleiche Kerbe schlagen. Zverev hat das Eis jedenfalls gebrochen – mit einer Ansage, die man so schnell nicht vergessen wird.



