In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind Elektroautos derzeit besonders gefragt. Kein anderes Bundesland verzeichnete im ersten Halbjahr einen höheren Anteil reiner Elektroautos (BEVs) an den Pkw-Neuzulassungen, wie aus aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Während die Elektromobilität in diesen Regionen boomt, bleiben die Fahrzeuge in Hamburg und Sachsen-Anhalt eher Ladenhüter.
Bundesweiter Trend: E-Auto-Anteil steigt deutlich
Bundesweit stieg der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen im ersten Halbjahr auf 24,8 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber 19,1 Prozent im gesamten Jahr 2025. Die Spanne zwischen den Bundesländern reicht jedoch von knapp einem Sechstel bis knapp einem Drittel. Rheinland-Pfalz führt das Ranking mit knapp 30 Prozent an, gefolgt von Schleswig-Holstein mit gut 29 Prozent. Baden-Württemberg belegt mit gut 28 Prozent den dritten Platz.
Spitzenreiter und Schlusslichter im Detail
Hinter den Top drei folgen Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit Werten um 27 Prozent. Berlin erreicht knapp 26 Prozent. Unter dem Bundesdurchschnitt von 24,8 Prozent liegen das Saarland, Brandenburg und Bayern mit rund 24 Prozent. In Hessen sind es nur 21 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen jeweils 20 Prozent. Sachsen kommt auf 19 Prozent, Sachsen-Anhalt auf gut 18 Prozent – und Hamburg bildet mit lediglich 16 Prozent das Schlusslicht.
Im Gesamtjahr 2025 hatte das Ranking anders ausgesehen: Damals führte Niedersachsen vor Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Die Schlusslichter waren Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.
Gründe für den E-Auto-Aufschwung
Der aktuelle Aufschwung der Elektroautos wird durch mehrere Faktoren begünstigt. Neben einem verbesserten Modellangebot tragen auch die neue Förderung des Bundes und die hohen Preise für Benzin und Diesel zur gestiegenen Nachfrage bei. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern spiegeln dabei regionale Präferenzen, wirtschaftliche Faktoren und die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur wider.



