„Grand Theft Auto 6“ erscheint am 19. November – aber nur für Konsolen. PC-Spieler gehen leer aus. Ein ehemaliger Entwickler von Rockstar Games erklärt nun, warum das so ist.
Ex-Entwickler verteidigt Konsolen-Exklusivität
John Ricchio hat elf Jahre bei Rockstar Games gearbeitet und am Vorgänger „GTA 5“ mitgewirkt. In einem Interview verteidigt er die Entscheidung: „Die Entwickler können so all ihre Ressourcen konzentrieren.“ Konsolen hätten weniger Leistung als Computer, daher müssten Spiele knapper programmiert werden.
Ricchio, der zuletzt bei Riot Games tätig war, sagt: „Früher wurden Spiele erst für den PC entwickelt und dann für die Konsole bearbeitet. Das hat so viele Probleme verursacht!“ Es sei einfacher, ein Spiel von der Konsole auf den PC zu portieren als umgekehrt.
Technische Herausforderungen und Geduld gefragt
Die Anpassung für den Computer beschreibt Ricchio als aufwendig: „Wir haben Extraraum, wir können Dinge größer und schöner machen.“ Die PC-Version von „GTA 5“ ließ fast zwei Jahre auf sich warten. Auch bei „GTA 6“ könnte es ähnlich lange dauern.
Rockstar-Chef Strauss Zelnick (Take-Two Interactive) räumt ein: „PC-Spieler sind einfach nicht die Kernzielgruppe.“ Daten vom April zeigen, dass nur zwölf Prozent der aktiven „GTA 5“-Spieler den Computer nutzen.
Fans vermuten kommerzielle Motive
Viele Fans glauben nicht an rein technische Gründe. Auf X (ehemals Twitter) spekuliert ein Nutzer: „Sagen wir es mal ganz offen: Die wollen doppelt kassieren.“ Rockstar spart sich auf Konsolen die Zwischenhändler und kann das Spiel direkt über die Online-Läden verkaufen.
Ob und wann eine PC-Version kommt, ist noch nicht offiziell bestätigt. Bis dahin müssen PC-Spieler Geduld haben – oder sich eine Konsole zulegen.



