Die Hochschule Anhalt investiert rund 39 Millionen Euro in die Zukunft der Algenforschung. Auf dem Technologie-Campus in Köthen entsteht ein neues Mitteldeutsches Algenzentrum, das die gesamte Prozesskette der Algenbiotechnologie abdecken soll.
Bundesförderung für den Neubau
Allein 32 Millionen Euro stammen aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes. Das teilte das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt mit. Der Baustart ist für Sommer 2028 geplant, die Bauzeit wird auf zwei Jahre veranschlagt.
Das neue Zentrum wird knapp 2.000 Quadratmeter umfassen und eine moderne Forschungsinfrastruktur bieten. Damit können künftig alle Schritte der Algenbiotechnologie erforscht werden: von der Züchtung der Algen über die Gewinnung von Inhaltsstoffen bis hin zur Entwicklung neuer Produkte.
Vernetzung mit der Wirtschaft
Ein zentrales Ziel ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Agrar-, Lebensmittel-, Kosmetik-, Pharma- und Chemiebranche. Durch diese Vernetzung sollen innovative Produkte schneller vom Labor in die Praxis gelangen.
Zusätzlich fließen rund sieben Millionen Euro aus einem weiteren Förderprogramm in das hochschulinterne Kompetenzzentrum Algenbiotechnologie. Dieses wird von Professorin Carola Griehl geleitet. Mit den Mitteln sollen Forschungsprojekte rund um Mikroalgen unterstützt werden.
Stärkung des Standorts Köthen
Mit dem Neubau stärkt die Hochschule Anhalt ihren Standort in Köthen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Investitionen unterstreichen die Bedeutung der Algenforschung für die Region und die gesamte Bioökonomie.
Die Algenbiotechnologie gilt als vielversprechendes Feld für nachhaltige Rohstoffe und Produkte. Das neue Zentrum soll dazu beitragen, diese Potenziale zu erschließen und wissenschaftliche Erkenntnisse in wirtschaftliche Anwendungen zu überführen.



