Wer zu viel Vitamin C zu sich nimmt, riskiert gesundheitliche Probleme. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung bei 100 Milligramm. Doch viele Menschen greifen gerade in der Erkältungszeit zu hoch dosierten Präparaten. Eine Überdosierung kann unangenehme Symptome auslösen, die jedoch meist harmlos sind. In seltenen Fällen drohen jedoch ernstere Folgen.
Was passiert bei einer Überdosierung von Vitamin C?
Vitamin C ist wasserlöslich und wird bei Überschuss über die Nieren ausgeschieden. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge aufnehmen. Bei einer Zufuhr von mehr als 1000 Milligramm pro Tag kann es zu Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen kommen. Diese Symptome treten auf, weil das unverdaute Vitamin C Wasser in den Darm zieht. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liegt die sichere Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel bei 250 Milligramm pro Tagesdosis.
Besonders empfindlich reagieren Menschen mit empfindlichem Magen oder bestehenden Magen-Darm-Erkrankungen. Auch Personen mit Nierenproblemen sollten vorsichtig sein, da eine hohe Zufuhr die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann. Die meisten Menschen vertragen jedoch auch höhere Dosen ohne bleibende Schäden.
Symptome im Überblick
- Durchfall
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchkrämpfe
- Blähungen
- Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
Diese Beschwerden treten meist kurz nach der Einnahme auf und klingen ab, sobald der Körper das überschüssige Vitamin ausgeschieden hat. In der Regel sind sie harmlos. Gefährlich wird es erst bei extrem hohen Dosen, die über mehrere Tage oder Wochen eingenommen werden. Dann können Nierenschäden oder eine Übersäuerung des Blutes (Azidose) auftreten.
Was tun bei einer Überdosierung?
Wenn Sie Symptome einer Überdosierung bemerken, sollten Sie zunächst die Einnahme von Vitamin-C-Präparaten stoppen. Trinken Sie ausreichend Wasser, um die Ausscheidung zu unterstützen. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden ist ein Arztbesuch ratsam. Insbesondere bei starkem Durchfall kann es zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlust kommen, der behandelt werden muss.
Vorbeugend gilt: Die empfohlene Tagesdosis von 100 Milligramm für Erwachsene ist in der Regel über eine ausgewogene Ernährung abgedeckt. Zusätzliche Präparate sind nur bei nachgewiesenem Mangel oder besonderen Umständen wie Rauchen oder Schwangerschaft sinnvoll. Im Zweifel fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wann ist eine Überdosierung gefährlich?
Eine einmalige Überdosierung ist in der Regel unbedenklich. Kritisch wird es, wenn über einen längeren Zeitraum sehr hohe Dosen von mehreren Gramm pro Tag eingenommen werden. Dann steigt das Risiko für Nierensteine, insbesondere bei Menschen, die bereits zu Oxalatsteinen neigen. Auch die Eisenaufnahme kann durch hohe Vitamin-C-Dosen erhöht werden, was bei Menschen mit Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) problematisch ist.
In extremen Fällen, etwa bei versehentlicher Einnahme von sehr hohen Dosen über einen kurzen Zeitraum, kann es zu schweren Nebenwirkungen wie Nierenversagen kommen. Dies ist jedoch sehr selten und tritt meist nur bei Menschen mit Vorerkrankungen auf. Bei Verdacht auf eine schwere Überdosierung sollten Sie umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Fazit: Vitamin C mit Maß genießen
Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem und die Gesundheit, aber mehr ist nicht immer besser. Die meisten Menschen decken ihren Bedarf problemlos über die Ernährung. Wer auf Nahrungsergänzungsmittel setzt, sollte die empfohlene Dosierung nicht überschreiten und auf Warnsignale des Körpers achten. Bei Unsicherheiten hilft ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker.



