Jessica Dierking, Jahrgangsbeste im Fach Informatik an der Universität Potsdam, will sich künftig den Schattenseiten der Künstlichen Intelligenz (KI) widmen. Die Absolventin hielt die Abschlussrede bei der diesjährigen Absolventenfeier der Hochschule und thematisierte dabei die ethischen Herausforderungen, die mit dem Einsatz von Algorithmen verbunden sind.
KI-Systeme und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen
„KI-Systeme werfen Fragen nach Fairness, Vorurteilen und Missbrauch auf“, sagte Dierking in ihrer Rede. Die Informatikerin betonte, dass Algorithmen in vielen Lebensbereichen – von der Wirtschaft über die Politik bis hin zur Bildung – eine immer größere Rolle spielen. „Unsere Welt wird von Computer-Algorithmen beeinflusst, egal ob in Bereichen wie Wirtschaft, Politik oder Bildung“, erklärte sie. Dabei sei es entscheidend zu verstehen, welche Algorithmen bestimmen, was wir konsumieren, was wir wählen oder was wir wissen.
Forschung zu ethischen Fragen der KI
Dierking plant, im Rahmen ihrer weiteren akademischen Laufbahn die dunklen Seiten der KI zu erforschen. Sie will unter anderem untersuchen, wie Vorurteile in Algorithmen entstehen und wie Missbrauch verhindert werden kann. Die Universität Potsdam würdigte ihre herausragenden Leistungen mit der Auszeichnung als Jahrgangsbeste. Die Absolventenfeier fand am vergangenen Freitag statt, wie die Hochschule mitteilte.
Dierking ist nicht die erste Absolventin, die sich kritisch mit KI auseinandersetzt. Weltweit wächst die Forschung zu ethischen Fragen der Künstlichen Intelligenz. Experten warnen vor unkontrollierten Algorithmen, die Diskriminierung verstärken oder demokratische Prozesse manipulieren könnten. Die junge Informatikerin will mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu mehr Transparenz und Gerechtigkeit leisten.



