Das Spiel „The Darkest Files“ vom Berliner Entwickler Paintbucket Games hat den Deutschen Computerspielpreis 2026 als bestes deutsches Spiel gewonnen. Der mit 100.000 Euro dotierte Hauptpreis wurde am Mittwochabend in München verliehen. Zudem erhielt das Spiel den Preis für das beste ernste Spiel (serious game), der mit 40.000 Euro dotiert ist.
In dem Detektivspiel schlüpfen Spielerinnen und Spieler in die Rolle der fiktiven Anwältin Esther Katz, die in den 1950er-Jahren im Team des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer ungeklärte Naziverbrechen aufklärt. Dabei sammeln sie Beweise und sprechen mit Zeugen, um die Verdrängung und das Schweigen in der jungen Bundesrepublik zu vermitteln.
Den Hauptpreis übergab Bundesministerin Dorothee Bär (CSU), in deren Zuständigkeit seit vergangenem Jahr auch die Games-Branche fällt. Der Preis für das beste internationale Spiel ging an das Rätselspiel „Blue Prince“; dieser Preis ist undotiert.
Weitere Preise gingen an „Tiny Bookshop“ (bestes Debüt, 60.000 Euro), „Anno 117: Pax Romana“ (beste Innovation und Technologie, 40.000 Euro) und „The Berlin Apartment“ (beste Story und bestes Grafikdesign, je 40.000 Euro). Das Studio des Jahres wurde „Weltenbauer“ aus Wiesbaden (50.000 Euro).
Den Nachwuchspreis für den besten Prototyp gewannen Arne Jürgens und Sven Mehlhorn von Kranich Games für „Garden Ink“ (50.000 Euro). Der Sonderpreis der Jury (10.000 Euro) ging an den Forschungsverbund RadiGaMe, der Radikalisierung auf Gaming-Plattformen untersucht.



