FIFA setzt deutschen Schiedsrichter Zwayer bei WM kalt
FIFA setzt Zwayer bei WM kalt

Für den deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bereits beendet. Der 45-Jährige kam lediglich zu zwei Einsätzen in der Vorrunde und wurde von der FIFA-Führung um Schiedsrichterboss Pierluigi Collina für die K.o.-Phase nicht berücksichtigt. DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher zeigte sich enttäuscht, verteidigte Zwayer aber öffentlich.

Nur zwei Spiele für Zwayer bei WM-Premiere

Zwayer, der bei seiner ersten WM-Endrunde als Unparteiischer dabei war, leitete lediglich zwei Partien in der Gruppenphase. Ein Einsatz im Achtelfinale blieb ihm verwehrt; er war dort nur als Vierter Offizieller beim Spiel Spanien gegen Portugal (0:1) eingeplant. Kircher kommentierte die Situation mit verhaltener Kritik: „Natürlich möchte man als Sportler maximal viel erreichen und ist erstmal enttäuscht, wenn man trotz seiner Qualitäten nur zu zwei Spielen angesetzt wird. Auf der anderen Seite wird vermutlich dann nach etwas Zeit der Stolz und die Freude überwiegen, an solch einem Turnier dabei gewesen zu sein.“

Symbolische Ohrfeige von Collina

Die Nichtberücksichtigung Zwayers für die K.o.-Runde wird als symbolische Ohrfeige für den deutschen Schiedsrichter und das deutsche Schiedsrichterwesen gewertet. Die genauen Gründe für das Misstrauen der FIFA-Entscheider um Pierluigi Collina blieben unklar. Kircher lobte dennoch die Leistung Zwayers: „Wir sind als DFB Schiri GmbH sehr stolz auf die Leistung von Felix Zwayer und seinem Team bei dieser WM. Bastian Dankert ist als einer der erfahrensten Videoassistenten weltweit noch im Turnier und wir drücken ihm weiter die Daumen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zwayers schwierige Vergangenheit

Es ist nicht das erste Mal, dass Zwayer mit Rückschlägen umgehen muss. Vor viereinhalb Jahren wurde seine Verstrickung in den Manipulationsskandal um Robert Hoyzer durch Aussagen von Jude Bellingham erneut thematisiert. Die darauf folgende öffentliche Debatte brachte Zwayer an den Rand des Rücktritts. Er entschied sich jedoch für eine Fortsetzung seiner Karriere. Kircher bezeichnete Zwayers Nominierung vor der WM als „höchst verdient“ und hob dessen Professionalität hervor: „Er ist sehr professionell in seiner Einstellung auf und neben dem Platz. Er hat sehr, sehr hohe Grundlagen von Fitness, Regelkenntnis und Spielvorbereitung, das zeichnet ihn aus.“

UEFA vertraute Zwayer – FIFA nicht

Während die UEFA Zwayer bei der Heim-EM 2024 noch vier Spiele anvertraute, darunter das Halbfinale zwischen England und den Niederlanden (2:1), sah die FIFA offenbar kein Vertrauen in den deutschen Referee. So bleibt Zwayers WM-Debüt vor allem durch eine Verletzungspause im Spiel zwischen Co-Gastgeber USA und Australien (2:0) in Erinnerung. Für den DFB und Zwayer selbst ist das Turnier damit enttäuschend verlaufen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration