Mick Jagger, Frontmann der Rolling Stones, hat in einem Interview mit Moderator Conan O'Brien eingeräumt, dass er es bereut, nie Elvis Presley getroffen zu haben. Der Grund: Er hatte auf den Rat von John Lennon gehört, der ihm von einem Treffen mit dem King of Rock ’n‘ Roll abgeraten hatte. „Ich würde an deiner Stelle nie Elvis treffen“, soll Lennon damals zu Jagger gesagt haben. Der 82-jährige Rockstar bezeichnete diese Entscheidung im Rückblick als „wirklich dumm“.
Lennons ernüchternde Begegnung mit Elvis
Die Warnung Lennons basierte auf einer eigenen enttäuschenden Erfahrung. Während der US-Tour der Beatles im Jahr 1965 hatte Lennon unbedingt Elvis Presley persönlich kennenlernen wollen – und war hinterher ernüchtert. Beatles-Pressesprecher Tony Barrow erinnerte sich im britischen „Guardian“ an die Begegnung: Das Gespräch sei schlecht gestartet, und Lennon habe später gesagt, Elvis kennenzulernen sei etwa so aufregend wie ein Treffen mit dem Schlagersänger Engelbert Humperdinck.
Auf die Frage, ob Elvis unter Drogeneinfluss gestanden habe, soll George Harrison entgegnet haben: „Sind wir das nicht alle?“ Erst als Presley Gitarren bestellte, habe die Party an Fahrt gewonnen. „Mit Worten hatten sie sich nicht viel zu sagen“, so Barrow. Über Musik sei das Gespräch dann jedoch in Schwung gekommen.
Jagger wollte sein Elvis-Bild bewahren
Diese Erfahrung Lennons prägte offenbar Jaggers Entscheidung. Im Podcast „Conan O’Brien Needs a Friend“ erklärte er: „Ich wollte meinen Elvis für mich behalten. Ich wollte nicht, dass meine Vorstellung von Elvis zerschmettert wird wie die von John.“ Elvis Presley starb 1977 im Alter von 42 Jahren.
Jagger sprach auch über die aktuelle Situation der Rolling Stones: Die Band plant laut „Rolling Stone“ für das kommende Jahr eine Welttournee und hat kürzlich ein neues Album veröffentlicht. Trotz ihres hohen Alters sind die Stones weiterhin aktiv.



