Marin Ljubicic: Vom Streichkandidaten zum ersten Lustrinelli-Gewinner?
Ljubicic: Vom Streichkandidaten zum Lustrinelli-Gewinner?

Trotz des Abstiegs aus der 2. Bundesliga mit Fortuna Düsseldorf könnte Marin Ljubicic (24) der erste Gewinner unter dem neuen Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) werden. Der Stürmer, der im vergangenen Sommer noch als Streichkandidat galt, hat sich in den ersten Testspielen der Eisernen als Top-Torjäger profiliert.

Von der Bank zum Torjäger

Ljubicic erzielte in den ersten drei Testspielen insgesamt sechs Tore: einen Doppelpack gegen Rathenow (12:2), drei Treffer gegen Lübben (16:0) und den einzigen Treffer beim 1:1-Unentschieden in Chemnitz – dieser per Hacke. Trainer Lustrinelli zeigte sich angetan: „Es ist eine Chance für ihn. Er zeigt, dass er weiß, wo das Tor steht. Ich bin froh, dass er heute so ein schönes Tor geschossen hat.“

Damit erfüllt der Kroate endlich die Erwartungen, die Union Berlin bei seiner Verpflichtung vor anderthalb Jahren hatte. Der Klub zahlte damals fünf Millionen Euro Ablöse an den LASK Linz, um einen echten Torjäger zu verpflichten. Doch lange Zeit konnte Ljubicic diese Erwartungen nicht erfüllen.

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Schwierige Vorsaison und Leihe nach Düsseldorf

In der vergangenen Saison kam Ljubicic unter Ex-Trainer Steffen Baumgart (54) nur zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga, in denen er jedoch zwei Tore erzielte – beide spielentscheidend: Gegen Mainz (2:2) und in Augsburg (1:1) rettete er Union jeweils einen Punkt. Dennoch entschieden die Verantwortlichen, ihn im Januar 2026 an Fortuna Düsseldorf zu verleihen.

In Düsseldorf startete Ljubicic verletzt und galt zunächst als Fehleinkauf. Erst zum Saisonende erkämpfte er sich einen Stammplatz, blieb aber ohne Torerfolg – lediglich eine Vorlage gelang ihm. Mit der Fortuna musste er am letzten Spieltag den Abstieg aus der 2. Bundesliga hinnehmen.

Neue Chance unter Lustrinelli

Nach dem Ende der Leihe kehrt Ljubicic zu Union Berlin zurück, das in der kommenden Saison wieder in der Bundesliga spielt. Statt in der 3. Liga zu kicken, hat er nun die Chance, sich unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli zu beweisen. Die Spielphilosophie des Schweizers scheint dem Stürmer zu liegen – in den Testspielen zeigt er sich treffsicher und selbstbewusst.

Ob Ljubicic den Durchbruch schafft und zum ersten Lustrinelli-Gewinner wird, bleibt abzuwarten. Die Vorzeichen stehen jedoch gut: Der 24-Jährige nutzt seine Einsatzzeiten und überzeugt mit Toren. Union Berlin hofft, dass er endlich das Potenzial abruft, das ihn einst zum Rekordtransfer des Klubs machte.

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