Er isst, testet, probiert – und Millionen schauen zu. Max Kolb (29) hat sich vom Gaming-YouTuber zum Food-Star entwickelt. In seinen Videos dreht sich fast alles ums Essen: neue Produkte, Trends, Restaurant-Besuche und Aktionen mit prominenten Gästen. Dass er damit einen Nerv trifft, zeigen nicht nur die Klickzahlen, sondern auch die Kommentare seiner Fans.
Vom KranCrafter zum personal Koch
Bevor Max Kolb in der Küche Karriere machte, bereiste er als KranCrafter die Welt des Gamings. Doch irgendwann übernahm das Essen die Regie. Heute zählt er zu den bekanntesten Food-Influencern Deutschlands. Sein erfolgreichstes Format: „Ein Tag persönlicher Koch für …“. Dabei kocht er für prominente Gäste deren Wunschgerichte – eine Mischung aus Service, Show und Persönlichem. Mit Fitness-Influencerin Pamela Reif (30) stand er bereits vor der Kamera.
Vor seinem eigenen Aufstieg war Max selbst ein Fan von Kochvideos. „Ich habe mir damals vor allem die Clips anderer Creator angeschaut“, erzählt er. Diese Erfahrung hilft ihm heute, zu verstehen, was Zuschauer sehen wollen.
Das Erfolgsgeheimnis: Essen ist mehr als Nahrung
Warum ist Food-Content so erfolgreich? Für Max liegt die Antwort auf der Hand. „Essen ist ein Grundbedürfnis und das wird nie anders sein“, sagt er. Es sei ein Thema, das alle Menschen betreffe – bis zu dem Tag, an dem man sich „mit Solarenergie zu ernähren“ werde, scherzt der YouTuber.
Doch essen bedeute weit mehr, als Kalorien zu sich zu nehmen. Es gehe um Genuss, gemeinsame Erlebnisse und das Entdecken neuer Geschmäcker. Deshalb habe Essen in der Unterhaltung einen festen Platz. Das spüren auch andere Influencer: Immer mehr schwenken auf Food-Themen um. Max sieht darin keine Bedrohung. „Das ist nicht so, als wäre dann irgendwann das Becken zu klein für die Fische, sondern da ist einfach so viel Platz und für jeden was da“, sagt er gelassen.
„Die Wahrheit ist, dass alle beim Essen gucken“
Eine kuriose Beobachtung macht Max regelmäßig: Unter seinen Videos kommentieren Zuschauer, dass sie ihr eigenes Essen erst beginnen, wenn eine neue Folge online ist. Statt einfach nur zu lächeln, nimmt der Creator das als Kompliment. „Die Wahrheit ist, dass alle beim Essen gucken“, sagt er. Es sei ein schönes Gefühl, gedanklich „quasi mit am Esstisch zu sitzen“, während die Fans ihre Mahlzeit genießen.
Genau diese Atmosphäre macht den Reiz aus: Essen ist sozial, Essen verbindet. Und Videos schaffen eine Nähe, die Fernsehsendungen selten hinbekommen. Dazu kommt der einfache Fakt: Trends kommen und gehen, der Hunger bleibt.
Nachhaltiger Erfolg: Hunger als Konstante
Ob Sushi-Rollen, Burger-Kreationen oder regionale Spezialitäten – Food-Trends wechseln so schnell wie die Algorithmen. Doch das Grundbedürfnis dahinter bleibt. Max Kolb hat mit seiner Mischung aus Entertainment und Bodenständigkeit ein Format gefunden, das scheinbar süchtig macht – und trotzdem nie übersättigt. Sein Erfolg beweist: Wer die Menschen dort abholt, wo sie sind – am Esstisch –, hat eine treue Community verdient.



