Die Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle in Riederau hat offiziell begonnen. Das denkmalgeschützte Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert wird für rund 1,2 Millionen Euro umfassend renoviert. Die Arbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.
Umfangreiche Arbeiten am historischen Bauwerk
Die Kapelle, die zu den bedeutendsten Barockbauten der Region zählt, weist erhebliche Schäden auf. Feuchtigkeit und Holzbefall haben dem Gebäude in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. Nun wird das Fundament trockengelegt, das Mauerwerk saniert und das Dach neu eingedeckt.
Besonders aufwendig gestaltet sich die Restaurierung der Innenausstattung. Die Fresken und Stuckarbeiten aus der Erbauungszeit werden von Fachleuten behutsam gereinigt und konserviert. Auch der historische Hochaltar muss aufwendig restauriert werden.
Finanzierung durch Kirche, Staat und Denkmalschutz
Die Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro werden aus verschiedenen Töpfen finanziert. Die katholische Kirchenstiftung trägt einen Teil, weitere Mittel kommen vom Freistaat Bayern, dem Landkreis und der Denkmalpflege. Auch Spenden der Gemeinde fließen in das Projekt ein.
„Die Maria-Hilf-Kapelle ist ein Juwel des Rokoko und ein wichtiges Zeugnis unserer regionalen Geschichte“, betont Pfarrer Johannes Müller. „Ohne die Unterstützung vieler Beteiligter wäre diese Sanierung nicht möglich gewesen.“
Bauarbeiten in Etappen
Die Sanierung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, damit die Kapelle für Gottesdienste und Veranstaltungen teilweise nutzbar bleibt. Zunächst werden die Arbeiten an der Außenhülle durchgeführt, anschließend folgt die Innensanierung.
Während der Bauzeit finden die Gottesdienste der Pfarrei in der benachbarten Pfarrkirche statt. Die Gläubigen wurden bereits im Vorfeld informiert und zeigen großes Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.
Bedeutung für die Dorfgemeinschaft
Die Maria-Hilf-Kapelle ist nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein kulturelles Zentrum für Riederau. Regelmäßig finden hier Konzerte, Führungen und kulturelle Veranstaltungen statt. Mit der Sanierung soll das Gebäude für die nächsten Jahrzehnte gesichert werden.
Die Bauarbeiten werden von einem erfahrenen Architekturbüro aus der Region begleitet, das bereits mehrere denkmalgeschützte Gebäude erfolgreich saniert hat. Auch ein Restaurator ist fest ins Team integriert, um die wertvolle Innenausstattung fachgerecht zu behandeln.



