Melania Trump kassiert Millionen trotz Filmflop
Die Dokumentation „Melania“ über die First Lady der USA wurde von Kritikern verrissen und blieb in den Metropolen weitgehend unbeachtet. Dennoch erwies sich der Film als finanzieller Erfolg für Melania Trump persönlich. Aus einem offiziellen Finanzbericht des Präsidenten, den das Weiße Haus am Dienstag veröffentlichte, geht hervor, dass die Präsidentengattin mit dem Film und anderen Geschäften hohe Einnahmen erzielte.
Das Unternehmen MKT World LLC mit Sitz in Palm Beach, gegründet von Melania Trump, verwaltet die Einnahmen aus der Kinodokumentation und ihrem autobiografischen Buch. Laut der Vermögensaufstellung strich Melania Trump Lizenzeinnahmen in Höhe von 10,71 Millionen Dollar ein. Die Memoiren, ebenfalls unter dem Titel „Melania“ erschienen, brachten im Berichtszeitraum weitere 521.161 Dollar.
Erfolg trotz vernichtender Kritiken
Der Film, inszeniert von Brett Ratner, begleitet die 20 Tage vor Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Bei seiner Premiere Ende Januar im Kennedy Center in Washington wurde er von düsteren Prognosen begleitet – ein Megaflop wurde vorhergesagt. Tatsächlich waren die Kritiken verheerend, und in vielen Städten blieben die Kinosäle leer. Dennoch entpuppte sich der Film als der erfolgreichste Kinostart für einen Dokumentarfilm seit Jahren, Konzertdokus ausgenommen.
Marktforschungen ergaben, dass „Melania“ vor allem in ländlichen Regionen stark lief und überdurchschnittlich viele ältere Frauen anzog. Weltweit spielte der Film 16,7 Millionen Dollar ein. Allerdings waren die Produktionskosten mit 40 Millionen Dollar und einem Marketingbudget von 35 Millionen Dollar deutlich höher als bei üblichen Dokumentationen. Amazon MGM Studios setzt zudem auf die Zweitauswertung über den Streamingdienst Prime Video, zu der noch keine Zahlen vorliegen.
Zusatzeinnahmen durch NFTs und Buch
Neben den Filmeinnahmen verzeichnet der Finanzbericht auch Einnahmen von mehr als sechs Millionen Dollar aus dem Verkauf von NFTs und anderen Sammelobjekten. Die Memoiren, die bereits 2024 erschienen, trugen mit über einer halben Million Dollar bei. Insgesamt summierten sich Melanias Einnahmen aus diesen Quellen auf rund 17,2 Millionen Dollar.
Im Vergleich zu den Einnahmen von Donald Trump sind dies jedoch kleine Beträge. Der US-Präsident erzielte mit Kryptowährungen Einnahmen von über 1,4 Milliarden Dollar, was scharfe Kritik hervorrief. Die Offenlegung der Finanzen der Präsidentenfamilie erfolgt gemäß einer gesetzlichen Vorschrift.
Finanzbericht zeigt breite Einkommensquellen
Der Bericht, der die finanziellen Aktivitäten des Präsidenten und seiner Familie offenlegt, zeigt, dass Melania Trump weiterhin von ihrem Film profitiert. Bereits vor der Premiere hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass die First Lady persönlich mit 28 Millionen Dollar am Verkauf der Filmrechte beteiligt war. Die nun veröffentlichten Zahlen belegen, dass die Einnahmen kontinuierlich fließen.
Die Dokumentation wird von Kritikern als „Selbstvermarktung auf der großen Leinwand“ bezeichnet. Dennoch bleibt sie ein finanzieller Erfolg für die Beteiligten, insbesondere für die First Lady selbst.



