Wacken Open Air: Metalfans trotzen mit Pool und Eisbeutel der Hitze
Wacken Open Air: Metalfans trotzen mit Pool und Eisbeutel der Hitze

Das Wacken Open Air (W:O:A) in Schleswig-Holstein zeigt sich in diesem Jahr von seiner sonnigen Seite: Bei Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius kämpfen rund 85.000 Metalfans gegen die Hitze an. Viele Besucher greifen zu ungewöhnlichen Methoden, um sich abzukühlen – vom Swimmingpool vor dem Zelt bis zum Eisbeutel auf dem Kopf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für den zweiten Festivaltag Höchstwerte von 34 Grad, kaum Schatten auf dem Gelände und eine geringe Gewitterwahrscheinlichkeit erst gegen Abend.

Trotz Hitze: Kreative Abkühlung auf dem Campingplatz

Annette, die aus Nordrhein-Westfalen angereist ist, berichtete der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben Wasser geholt mit Bollerwagen und haben uns den Pool ein bisschen befüllt, damit es wenigstens nicht ganz so warm ist. Damit man das Wetter aushalten kann.“ Ihre Festivalgruppe zieht die Sonne dem Dauerregen und Schlamm des Vorjahres eindeutig vor. Janina, ebenfalls aus dem Westen Deutschlands, ergänzte: „Da kann man sich wenigstens ein bisschen abkühlen und die Sonne von oben, das Wasser von unten.“ Am Mittwoch musste die Gruppe nach nur einer Stunde auf dem Gelände wegen drohendem Sonnenstich zurück zum Camp. „Glücklicherweise ist unser Zelt nicht so weit weg, aber wenn man weit hinten wohnt und den ganzen Tag unten aushält, muss Schatten her“, so Janina.

Veranstalter reagieren mit Maßnahmen

Die Organisatoren des Wacken Open Air haben auf die Hitzewelle reagiert: Sie stellten zusätzliche Schattenplätze, Wasserauffüllstationen und kostenlose Sonnencreme bereit. Dennoch kritisieren einige Besucher, dass das Angebot nicht ausreicht. „Die Sonnensegel auf der Plaza sind völlig in Ordnung“, sagte Annette vor ihrem Zelt. „Aber vor den Bühnen und auf dem Infield fehlt es deutlich an Schatten.“ Thomas, der von der niederländischen Grenze angereist ist, zeigte sich sportlich: „Es ist ein Festival, du hast halt nicht immer überall Schatten. Das weißt du, wenn du hier hinkommst – du musst das Beste draus machen.“ Auch er zieht Staub und Sonne dem Schlamm vor. Zu den Headlinern des 35. Festivals zählen Bands wie Def Leppard, Judas Priest, Sabaton und Powerwolf.

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Wetterumschwung am Freitag erwartet

Laut DWD besteht am Donnerstagabend eine geringe Wahrscheinlichkeit für Gewitter und Windböen bis 60 km/h. „Freitag sind kräftige Gewitter wahrscheinlicher“, erklärte eine DWD-Meteorologin. Die Gewitterlinie verlaufe südlich von Hamburg bis zur Lübecker Bucht. Die Metalfans in Wacken bleiben vorerst gelassen: Solange die Sonne scheint, wird weitergefeiert – mit Eisbeutel, Pool und einer Portion norddeutscher Gelassenheit.

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