Nature One: 60.000 Raver feiern Techno auf der Raketenbasis
Nature One: 60.000 Raver feiern auf der Raketenbasis

Die Raketenbasis Pydna in Kastellaun ist an diesem Wochenende Schauplatz des Technofestivals Nature One. Bereits am Freitag kamen laut Veranstaltern mehr als 60.000 Raverinnen und Raver auf das weitläufige Gelände im Hunsrück. Auf dem Areal, das einst militärisch genutzt wurde, sind für die beiden Festivaltage insgesamt 20 Floors aufgebaut. Bis in die Nacht zum Sonntag werden dort rund 350 DJs und Musiker auftreten und für elektronische Klänge sorgen.

Highlights am Samstag: Fatboy Slim, Felix Jaehn und ein Feuerwerk

Für den Samstag haben die Organisatoren ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Zu den angekündigten Auftritten zählen unter anderem Fatboy Slim, Felix Jaehn, Alle Farben und Lilly Palmer. Die vier Acts sind nur ein Auszug aus einem Line-up, das sich über zahlreiche Genres der elektronischen Musik erstreckt. Schon in der Nacht zum Samstag hatten Größen wie Paul van Dyk und Paul Kalkbrenner aufgelegt. Als Höhepunkt ist für die Nacht zum Sonntag ein großes Feuerwerk geplant.

Polizei: „Gut, ruhig und friedlich“

Die Polizei hat bislang keine besonderen Vorkommnisse gemeldet. Es sei „gut, ruhig und friedlich“ auf dem Festivalgelände, hieß es von den Einsatzkräften. Auch wettertechnisch habe es keine Zwischenfälle gegeben. Diese positive Zwischenbilanz dürfte bei den Verantwortlichen für Erleichterung sorgen, denn in den vergangenen Jahren hatte das Festival wiederholt unter schlechtem Wetter gelitten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nach mehreren verregneten Ausgaben können sich die Veranstalter in diesem Jahr über „bestes Festivalwetter“ freuen. Die Kombination aus Sonnenschein und warmen Temperaturen lockte bereits am Freitag Zehntausende auf das Gelände. Eine eigene Polizeiwache auf dem Areal sowie Sicherheitsdienste sorgen dafür, dass auch bei großen Menschenmengen alles geordnet bleibt.

Hitzeschutz hat Priorität

Trotz der sommerlichen Temperaturen wollen die Organisatoren an der Terminierung am ersten Augustwochenende festhalten. „Ein Verlegen in den Herbst ist nicht praktikabel, da die nächtlichen Temperaturen dann deutlich niedriger sind und das Veranstaltungserlebnis sowie die technische Planung stark beeinträchtigt würden“, erklärte ein Sprecher. Stattdessen setzt das Festivalteam auf eine kontinuierliche Anpassung der Schutzmaßnahmen.

In diesem Jahr haben die Veranstalter das Gelände mit überdachten Ruhe- und Schattenplätzen mit Sonnensegeln ausgestattet. Diese Plätze bieten den Gästen Gelegenheit, sich bei hohen Temperaturen zu erholen. Auf dem Campingareal stehen kostenlose Trinkwasserstationen bereit, damit sich die Festivalbesucher jederzeit mit Flüssigkeit versorgen können. Zudem gibt es Kühl- und Erste-Hilfe-Zelte sowie Sanitätsstationen des Deutschen Roten Kreuzes.

Ein besonderes Angebot ist der Shuttle zum Hallenbad in Kastellaun. Wer eine Abkühlung abseits des Festivaltrubels sucht, kann sich dorthin fahren lassen und im Wasser entspannen. Auf diese Weise sollen mögliche gesundheitliche Probleme durch die Hitze von vornherein vermieden werden.

Rund 700 Helferinnen und Helfer im Einsatz

Das Deutsche Rote Kreuz ist mit bis zu 200 Helferinnen und Helfern gleichzeitig vor Ort. Insgesamt engagieren sich im Verlauf des Festivals rund 700 Ehrenamtliche. Sie betreuen die Sanitätsstationen, leisten erste Hilfe bei Hitzeerschöpfung oder anderen Beschwerden und stehen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Wetterlage wird von den Organisatoren fortlaufend beobachtet. Sollte sich eine Unwetterwarnung ankündigen, werden die Besucher kurzfristig über die offiziellen Kanäle informiert. Hinzu kommen eine Polizeiwache auf dem Gelände sowie Sicherheitsdienste, die für Ordnung sorgen.

Tipps für ein sicheres Festivalerlebnis

Der Veranstalter appelliert an alle Gäste, bei der Hitze auf den eigenen Körper zu achten. Regelmäßiges Trinken, das Auftragen von Sonnenschutz und Pausen im Schatten sind ausdrücklich empfohlen. Von Alkohol und koffeinhaltigen Getränken sollten bei großen Temperaturen möglichst wenig konsumiert werden, um den Kreislauf nicht zu überlasten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Wer Kreislaufprobleme bemerkt oder sich schlapp fühlt, kann sich jederzeit an eine der Sanitätsstationen des DRK wenden. Die Helferinnen und Helfer sind dafür ausgebildet, bei Hitzschlag, Sonnenstich oder ähnlichen Notfällen schnelle Hilfe zu leisten. So sollen alle Besucherinnen und Besucher das Festival unbeschwert genießen können.

Mit den zusätzlichen Schattenplätzen, Wasserstationen und Kühlzelten wollen die Verantwortlichen sicherstellen, dass auch bei extremen Temperaturen niemand allein gelassen wird. Das Nature One hat sich damit nicht nur in der Techno-Szene einen Namen gemacht, sondern auch als ein Festival, das auf das Wohl seiner Gäste achtet.