Die Kino-Welt fiebert Christopher Nolans „The Odyssey“ entgegen. Der Film, der Homers Epos adaptiert, startet am 17. Juli 2026 in den weltweiten Kinos. Noch vor dem Drehbeginn sorgt ein Begriff für Schlagzeilen: das „Odyssee-Format“. Damit wird die von Nolan perfektionierte Verbindung aus IMAX-70mm-Projektion und epischer Erzählweise bezeichnet. Der Hype zeigt, wie sehr das Publikum nach einem echten Leinwand-Erlebnis dürstet.
Es ist kein Geheimnis, dass Nolan auf analoge Technik schwört. Seine letzten drei Filme wurden auf 70mm gedreht. „Oppenheimer“ aus dem Jahr 2023 spielte weltweit über 950 Millionen US-Dollar ein und gewann sieben Oscars, darunter den für die beste Regie. Für „The Odyssey“ erwarten Fans eine noch größere Inszenierung. Die Besetzung kann sich sehen lassen: Matt Damon, Tom Holland, Zendaya, Anne Hathaway und Robert Pattinson sind an Bord. Der Starttermin ist 2026, also drei Jahre nach „Oppenheimer“.
Was ist das „Odyssee-Format“?
Der Ausdruck „Odyssee-Format“ kursiert seit der Ankündigung von „The Odyssey“ in sozialen Netzwerken. Ein genaues technisches Spezifikation gibt es nicht – es ist vielmehr ein Synonym für Nolans unverwechselbaren Stil: sehr große Leinwand, analoges Filmbild, hohe Bildwiederholrate und ein Sound, der den Kinosaal erzittern lässt. Der Regisseur selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert, aber seine konsequente Arbeit mit IMAX-Kameras hat den Begriff geprägt.
Nolan hat bereits mehrfach bewiesen, wie wichtig ihm das analoge Kino ist. Für „Dunkirk“ setzte er auf echte IMAX-Kameras in Kampfflugzeugen. Für „Tenet“ ließ er eine echte Boeing 747 sprengen, statt CGI zu nutzen. Und für „Oppenheimer“ rollte er extra 70mm-Projektoren in ausgewählte Kinos weltweit, um dem Publikum das Erlebnis zu bieten, das er sich vorstellt. Das „Odyssee-Format“ ist gewissermaßen die logische Fortsetzung dieser Linie.
Die Reise beginnt im Kino
In Homers „Odyssee“ kämpft der Held jahrzehntelang darum, nach Hause zu kommen. Nolan, so scheint es, möchte die Zuschauer auf eine ähnliche Reise schicken – nur eben in eine andere Welt auf der Leinwand. Die Geschichte bietet viele Möglichkeiten für spektakuläre Bilder: Strände, Stürme, die Höhle des Zyklopen und die Insel der Kirke. Genau solche Schauplätze dürften in IMAX zu sehen sein.
Bis zum Kinostart im Juli 2026 gibt es noch viele offene Fragen. Wird der Film vollständig in 70mm gezeigt? Wird es spezielle Roadshow-Vorführungen in ausgewählten Städten geben? Die Kinos reagieren bereits auf die Nachfrage: In den USA und Europa werden Premium-Säle ausgebaut, um mehr 70mm-Vorführungen zu ermöglichen. In Deutschland dürften sich einige Häuser auf besondere Präsentationen einstellen. Wer also eine außergewöhnliche Kino-Erfahrung sucht, sollte sich frühzeitig um Tickets kümmern.
Ein Hype mit wirtschaftlicher Wirkung
Das Phänomen ist auch für die Kinobranche ein Segen. Nach Jahren der Besucherrückgänge setzt man in der Branche auf „The Odyssey“ als Publikumsmagneten. Die Nachfrage nach Tickets in den ersten Tagen wird ein Indikator dafür sein, wie sehr das Interesse am klassischen Kino noch vorhanden ist. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte „The Odyssey“ zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 2026 werden. Viele Kinoketten modernisieren bereits ihre Projektionssäle, um das bestmögliche Bild zu zeigen.
Auch die Kartenpreise dürften anziehen: Für Premium-70mm-Vorführungen werden teils Spitzenpreise verlangt. Das ist für viele Kinobesucher akzeptiert, weil sie genau diese Form der Präsentation nicht zu Hause erleben können. Der Hype um das „Odyssee-Format“ ist also mehr als ein Marketing-Gag – er basiert auf einem realen Bedürfnis nach geteilter, überwältigender Film-Erfahrung.
Nolans Vermächtnis
Christopher Nolan hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten als Verfechter des Kinos etabliert, der sowohl intellektuelle als auch blockbusterhafte Unterhaltung liefert. Mit „The Odyssey“ könnte er sein ehrgeizigstes Werk abliefern. Der Begriff „Odyssee-Format“ wird dabei vielleicht als Erinnerung daran bleiben, dass in einer Zeit von Streaming und Heimkino die große Leinwand weiterhin einen besonderen Zauber besitzt – und ein Regisseur wie Nolan daran erinnern kann.
Bis zum Start werden noch viele Details bekannt gegeben. Bis dahin bleibt der Hype bestehen, und die Vorfreude wächst. Wer das Kino liebt, hat schon jetzt einen Termin im Kalender: den 17. Juli 2026. Und eine Empfehlung: Suchen Sie sich ein Kino, das das „Odyssee-Format“ zeigen kann.



