Die Brüder von Pop-Ikone Michael Jackson, Marlon (69) und Jackie Jackson (75), haben am Nachmittag in Hamburg erstmals Ausschnitte aus dem Musical über ihren verstorbenen Bruder gesehen. Sie besuchten das Stage Theater an der Elbe, wo „MJ – Das Michael Jackson Musical“ nach 17 Monaten die Marke von einer Million Zuschauern geknackt hat. „Nach all den Jahren ist es, als wäre Michael auf der Bühne“, sagten die beiden sichtlich gerührt.
Jackson-Brüder zeigen sich tief beeindruckt
Marlon und Jackie Jackson waren einst gemeinsam mit ihren Brüdern Tito, Jermaine und Michael als „The Jackson 5“ weltberühmt. Die globale Reichweite ihrer Musik hätten sie damals unterschätzt, gestanden sie in Hamburg. „Es ist fantastisch zu sehen, dass die Musik die Herzen berührt“, erklärte Marlon. Seit seinem achten Lebensjahr habe er mit Michael und Jackie Choreografien entwickelt. Michaels Geist und Energie seien noch immer auf der Bühne spürbar.
Die beiden US-Amerikaner erhielten eine exklusive Führung durch das Musicaltheater. Besonders der berühmte funkelnde weiße Handschuh – ein Kleidungsstück im Wert von 5.000 Euro – entlockte ihnen ein Lächeln. Michael habe den Handschuh damals in einer Kiste seiner Mutter gefunden, erzählte Marlon.
Begeisterung bei den Songs
Später wippten die Brüder bei den Hits „Billie Jean“ und „Blame It on the Boogie“ bereits bei den ersten Takten mit. „Wir wollen mehr“, rief Marlon. Die künstlerische Leiterin des Musicals, Dorina Maltschewa, sagte über den Besuch: „Es war für uns eine große Ehre.“
Das Musical „MJ“ im Fokus
„MJ – Das Michael Jackson Musical“ konzentriert sich auf zwei Tage im Jahr 1992, als Michael Jackson für die „Dangerous World Tour“ probte. Das Publikum erhält Einblicke in die Strapazen seines kreativen Prozesses. Hits wie „Billie Jean“, „Thriller“ und „Smooth Criminal“ führen durch Michaels Kindheit und Karriere.
„Wir sind glücklich über die Resonanz des Publikums“, sagte Stephan Jaekel von Stage Entertainment. Ähnliche Besucherzahlen habe bislang nur Disneys „König der Löwen“ erreicht. Ein Ende der Show sei nicht in Sicht.



