Im Hotel Sonnenhof in Burgau ist derzeit eine außergewöhnliche Ausstellung zu sehen: Der Künstler Konni Bigelmayr verbindet in seinen Werken moderne Kunst mit der Geschichte der Region. Die Schau ist noch bis Ende des Jahres im Foyer des Hotels zu besichtigen.
Eine Hommage an die Heimat
Bigelmayr, der in Burgau aufgewachsen ist, hat für die Ausstellung Werke geschaffen, die sich intensiv mit der lokalen Historie auseinandersetzen. So thematisieren seine Bilder unter anderem die frühere Textilindustrie der Stadt und die Bedeutung des Marktplatzes. „Ich möchte die Geschichten meiner Heimat sichtbar machen“, erklärt der Künstler im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen.
Die Ausstellung umfasst insgesamt 15 Arbeiten, darunter Gemälde, Collagen und Installationen. Jedes Werk ist mit einer kurzen Erläuterung versehen, die den historischen Bezug erklärt. Dadurch wird die Ausstellung auch für Besucher ohne kunsthistorisches Vorwissen zugänglich.
Kooperation mit dem Hotel
Die Idee zu der Zusammenarbeit entstand bei einem Gespräch zwischen Bigelmayr und der Hotelleitung. „Wir wollten unseren Gästen etwas Besonderes bieten und gleichzeitig die regionale Kunst fördern“, sagt Hoteldirektorin Sabine Mayer. Das Hotel Sonnenhof ist bekannt für sein Engagement in der lokalen Kulturszene und veranstaltet regelmäßig Lesungen und Konzerte.
Die Werke sind nicht nur im Foyer, sondern auch in den Fluren und im Frühstücksraum verteilt. Dadurch begegnen die Gäste der Kunst auf Schritt und Tritt. „Es ist schön zu sehen, wie die Gäste vor den Bildern stehen bleiben und ins Gespräch kommen“, freut sich Mayer.
Ein Blick in die Vergangenheit
Ein zentrales Werk der Ausstellung ist eine großformatige Collage, die den historischen Stadtkern von Burgau zeigt. Bigelmayr hat dafür alte Fotografien und Postkarten verwendet, die er mit modernen Elementen kombiniert hat. „Ich möchte eine Brücke schlagen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart“, erläutert er.
Die Ausstellung ist täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Interessierte können sich auch zu einer Führung mit dem Künstler anmelden, die auf Anfrage angeboten wird.
Kunst als Erlebnis
Bigelmayr, der hauptberuflich als Grafikdesigner arbeitet, sieht in der Ausstellung auch eine Möglichkeit, Kunst aus dem traditionellen Galerie-Kontext herauszulösen. „Ein Hotel ist ein Ort der Begegnung – so erreiche ich Menschen, die sonst vielleicht nie in eine Ausstellung gehen würden“, sagt er.
Die Resonanz ist bisher durchweg positiv. Viele Gäste zeigen sich beeindruckt von der Verbindung aus Kunst und Geschichte. „Man erfährt etwas über die Stadt und hat gleichzeitig etwas Schönes anzusehen“, sagt ein Gast aus München.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Dezember zu sehen. Danach wird das Hotel wieder neue Kunst präsentieren – die Gespräche mit weiteren Künstlern laufen bereits.



