Moritzburg Festival: Musikalische Flussreise von der Newa bis zum Mississippi
Moritzburg Festival: Musikalische Flussreise von Newa bis Mississippi

Das Moritzburg Festival für Kammermusik startet an diesem Freitag in seine 34. Ausgabe und nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Flussreise. In 20 Konzerten präsentieren 26 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt Werke, die Flüssen wie Newa, Moldau, Elbe, Donau, Seine und Mississippi gewidmet sind. Festival-Leiter Jan Vogler, zugleich Intendant der Dresdner Musikfestspiele, hat die Programme den Flüssen zugeordnet und verspricht ein besonderes Naturerlebnis.

Auftakt mit „Elbe I“ und Werken von Weber, Schumann und Brahms

Das Eröffnungskonzert unter dem Motto „Elbe I“ erklingt am Freitag auf der von Wasser umgebenen Hauptbühne des Festivals, der Nordterrasse von Schloss Moritzburg. Auf dem Programm stehen Werke von Carl Maria von Weber, Clara Schumann und Johannes Brahms. Die besondere Atmosphäre beschreibt Jan Vogler: „Auf der Terrasse des Moritzburger Schlosses wird unsere Musik Teil der Natur und Architektur, selbst die Gänse auf dem Schlossteich melden sich zu Wort.“

Von der Seine bis zum Mississippi: Vielfalt der Fluss-Programme

Das „Seine“-Konzert enthält ausschließlich Kompositionen französischer Meister, während „Vom Hudson River zum Mississippi“ Musik von Philip Glass, Elvis Presley und George Gershwin vereint. „Newa“ bringt Werke von Dmitri Schostakowitsch, Peter Tschaikowski und Sergei Rachmaninow. Die Musikerinnen und Musiker spielen in unterschiedlichen Besetzungen, von Solo bis zum Ensemble.

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Internationale Gäste und Debütanten

Neben langjährigen Festivalgästen wie der Geigerin Mira Wang und ihrem Kollegen Kai Vogler sind unter anderem Bratschist Nils Mönkemeyer und die Pianistin Lise de la Salle zu erleben. Zahlreiche Künstler geben ihr Moritzburg-Debüt, darunter die Pianisten Marie Sophie Hauzel und Anton Gerzenberg, die Geiger Guido Sant'Anna und Josef Spaček, die Bratschistin Laura Liu sowie die Cellistinnen Astrig Siranossian und Camille Thomas.

21. Moritzburg Festival Akademie mit 41 jungen Talenten

Parallel zum Festival findet die 21. Moritzburg Festival Akademie statt, an der 41 junge Musikerinnen und Musiker aus 19 Nationen teilnehmen. Sie bilden das Moritzburg Festival Orchester unter der Leitung des spanischen Chefdirigenten Josep Caballé Domenech. Ein Höhepunkt ist das Orchesterkonzert am 22. August im Kulturpalast Dresden, bei dem die Akademisten mit dem Oboisten Albrecht Mayer als Solist Mozarts Konzert für Oboe und Orchester F-Dur KV 293 in einer Dresdner Erstaufführung spielen. Das Stück war nur als Fragment des ersten Satzes erhalten und wurde von Gotthard Odermatt vervollständigt.

Weitere Auftritte der Akademie

Das Akademie-Orchester gestaltet am 16. August das Musik-Picknick im Park von Schloss Proschwitz und am Tag darauf ein Konzert auf der Nordterrasse von Schloss Moritzburg. Am 21. August gastiert die Akademie im König Albert Theater von Bad Elster im Vogtland.

Festival-Geschichte und Inspiration aus den USA

Das Moritzburg Festival wurde 1993 von Jan Vogler, seinem Bruder Kai und dem Cellisten Peter Bruns gegründet. Inspiriert vom Marlboro Festival in den USA, wo Teilnehmer nach einer Probenphase ihre Arbeit in Konzerten präsentieren, hat sich Moritzburg zu einem Anziehungspunkt für Kammermusiker aus aller Welt entwickelt. Die idyllische Lage vor den Toren Dresdens trägt zur besonderen Atmosphäre bei.

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