Potsdam Museum zeigt Alten Markt in zwei neuen Ausstellungen
Potsdam Museum zeigt Alten Markt in zwei neuen Ausstellungen

Das Potsdam Museum bringt die Geschichte des Alten Marktes in diesem Sommer gleich an zwei weitere Orte der Landeshauptstadt. Zwei Sonderausstellungen mit historischen Fotografien sind vom 6. August an zu sehen – zuerst in den Bahnhofspassagen, anschließend zusätzlich in der Stadt- und Landesbibliothek. Beide Schauen sind kostenfrei und ergänzen die aktuelle Hauptausstellung des Museums.

80 Jahre Stadtgeschichte in Bildern

Die erste Ausstellung ist in der Ladenstraße der Bahnhofspassagen zuhause. Vom 6. August bis zum 6. September werden historische Fotografien gezeigt, die die Entwicklung des Alten Marktes über 80 Jahre nachzeichnen. Die Bilder dokumentieren den Wandel von den Kriegszerstörungen über den Wiederaufbau in der DDR bis hin zu den Rekonstruktionsprojekten der vergangenen Jahre. Damit ist die Ausstellung ein kompaktes Panorama der Stadtgeschichte im Spiegel eines zentralen Platzes. Die Bahnhofspassagen sind ein zentraler Ort des städtischen Alltags – hier kommen Pendler, Anwohner und Einkaufende zusammen. Genau diese Menschen möchte das Museum mit seinen Satelliten-Ausstellungen erreichen.

Ein oft übersehener Teil des Platzes

Die zweite Satelliten-Schau folgt vom 27. August bis zum 25. Oktober in der Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum. Sie setzt ihren Fokus auf den Nordwesten des Alten Marktes. Das Museum erläutert, dass es sich dabei um einen „häufig übersehenen Teil des historischen Platzes“ handelt. Während das Zentrum des Alten Marktes durch Museum, Nikolaikirche und weitere Bauten geprägt ist, zeigt der Nordwesten eine andere Seite der Stadtentwicklung. Die Fotografien machen sichtbar, wie sich dieser Bereich nach Kriegszerstörung und Neuplanung verändert hat. Die Auswahl der Bilder bietet damit eine Ergänzung zur Hauptausstellung, die den Platz als Ganzes in den Blick nimmt.

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Die Hauptausstellung als Ausgangspunkt

Beide Sonderausstellungen sind als Satelliten der aktuellen Hauptschau im Potsdam Museum konzipiert. Diese trägt den Titel „Platz für Neues? Visionen zum Alten Markt 1945–2025“ und läuft noch bis zum 25. Oktober. Die Hauptausstellung fragt nach den unterschiedlichen Visionen für den Alten Markt – von den Nachkriegsplanungen über die DDR-Umgestaltung bis zu den aktuellen Rekonstruktionsdebatten. Die beiden dezentralen Ausstellungen greifen diese Themen auf und machen sie an Orten zugänglich, die im täglichen Leben vieler Potsdamerinnen und Potsdamer eine Rolle spielen. Auf diese Weise entsteht eine Art kulturelle Achse zwischen dem Museum, den Bahnhofspassagen und dem Bildungsforum.

Museumsdirektor Thomas Steller erklärt das Konzept

„Wir bringen ausgewählte Schätze unserer fotografischen Sammlung direkt in den Alltag der Menschen. So wird Stadtgeschichte an einem Ort erlebbar, den täglich viele Menschen nutzen“, sagt Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums. Die Fotografien stammen aus dem eigenen Sammlungsbestand und sind sonst nur selten öffentlich zu sehen. Die Ausstellungen in den Bahnhofspassagen und in der Stadt- und Landesbibliothek sind durch das Zusammentreffen von Alltagsort und historischem Bildmaterial besonders niedrigschwellig angelegt. Der Eintritt ist kostenfrei, sodass Besucherinnen und Besucher jederzeit vorbeischauen können.

Ein Platz mit wechselvoller Geschichte

Der Alte Markt gilt als historisches Zentrum Potsdams. Über Jahrhunderte prägten das Stadtschloss, die Nikolaikirche und zahlreiche Bürgerhäuser das Bild. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde der Platz in der DDR-Zeit neu gestaltet. In den vergangenen Jahren kehrten mit dem wiederaufgebauten Stadtschloss und anderen Bauten Elemente der alten Stadtstruktur zurück. Diese wechselvolle Entwicklung ist das Thema der Ausstellungen. Die historischen Aufnahmen laden dazu ein, den Wandel des Alten Marktes mit eigenen Augen nachzuvollziehen – und sich zugleich mit den aktuellen Visionen für die Zukunft des Platzes auseinanderzusetzen.

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