Um Slipknot gibt es derzeit einiges an Aufregung: Medienberichten zufolge soll DJ Sid Wilson die Band nach fast 30 Jahren verlassen müssen. Angestoßen hat das Gerücht das US-Portal 'TMZ', das am Freitagabend erfahren haben will, dass Wilson die Trennung mitgeteilt wurde. Offizielle Stellungnahmen von der Band oder dem Musiker selbst gibt es bislang nicht – und genau darauf zielt die jüngste Botschaft von Gitarrist Jim Root ab.
Root schrieb am Sonntag in seiner Instagram-Story: „Glaubt nicht alles, was ihr lest. Denkt nach. Atmet durch. Lasst es eine Weile sacken. Vielleicht. Vielleicht wartet ihr sogar, bis es mehr Informationen gibt.“ Er reagierte damit auf die wachsenden Spekulationen, ohne bestätigen oder dementieren zu wollen. Für eine Stellungnahme war er laut 'Page Six' zunächst nicht erreichbar. Auch Wilson selbst und die übrigen Bandmitglieder schweigen bislang zu den Gerüchten.
Der Appell des Gitarristen könnte als Hinweis gedeutet werden, dass die Fans nicht vorschnell reagieren sollen. Schließlich haben sich weder die Band noch Wilson bislang offiziell geäußert. Die Unsicherheit bleibt also groß.
Fast drei Jahrzehnte an den Turntables
Sid Wilson prägt den Sound von Slipknot seit fast 30 Jahren. 1998 stieß er als neuntes Mitglied zur Band, die 1995 im US-Bundesstaat Iowa gegründet worden war. Nur ein Jahr später erschien das selbstbetitelte Debütalbum, mit dem Slipknot international bekannt wurde. Seither ist Wilson für Keyboards, Turntables und Soundeffekte verantwortlich. Auf der Bühne tritt er unter dem Kürzel '#0' auf. Das Zeichen ist bis heute sein Markenzeichen.
In der Bandgeschichte gab es immer wieder personelle Einschnitte. Während einige Musiker die Gruppe im Streit verließen, starben andere: Bassist Paul Gray wurde 2010 tot aufgefunden, Ex-Schlagzeuger Joey Jordison erlag 2021 seinen Krankheiten. Diese Vergangenheit macht die aktuellen Gerüchte um Wilson für viele Fans besonders beunruhigend. Ein Abschied nach fast drei Jahrzehnten wäre ein weiterer Einschnitt in der wechselvollen Historie der Metal-Band.
Slipknot hat sich im Laufe der Jahre zu einer der erfolgreichsten Metal-Bands entwickelt. Mit mehreren Platin-Alben und ausverkauften Tourneen weltweit gehört die Gruppe zu den Größen des Genres. Wilsons Beiträge reichen von industriellen Klängen bis zu experimentellen Turntable-Effekten – ein unverkennbares Markenzeichen der Band. Auch live setzt er die Plattenspieler als visuelles Element ein, was die Shows der Band bis heute prägt.
Privates Drama abseits der Bühne
Für Wilson persönlich wäre ein Rauswurf der zweite herbe Schlag innerhalb weniger Monate. Erst im März wurde bekannt, dass er und seine Verlobte Kelly Osbourne getrennte Wege gehen. Dabei traten die beiden noch im Februar 2026 gemeinsam bei den Grammy Awards auf – es sollte ihr letzter öffentlicher Auftritt als Paar sein.
Die Trennung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Kelly Osbourne noch immer um ihren Vater trauert. Ozzy Osbourne, die Ikone des Heavy Metal, starb im Juli 2025 im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt. „Kelly hat mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen“, zitierte die 'Daily Mail' damals eine nicht namentlich genannte Quelle. „Der Trauerprozess ist außergewöhnlich schwer.“ Doch der Todesfall sei nicht die alleinige Ursache für das Beziehungsende. Es habe schon länger Probleme gegeben, hieß es aus dem Umfeld des Paares.
Vier Jahre waren Osbourne und Wilson liiert. Ihr gemeinsamer Sohn Sidney wurde im Jahr 2022 geboren und ist heute drei Jahre alt. Ob Wilson neben dem privaten Schicksalsschlag nun auch den Verlust seines Bandpostens verkraften muss, bleibt offen. Die Fans warten weiter auf ein offizielles Statement – und Jim Roots Worte klingen wie eine Bitte um Geduld. Bis dahin bleibt der Status von Sid Wilson bei Slipknot ein Rätsel.



